Zollverwaltung beschafft im Ausland Grenz­kontroll­­systeme für 35 Millionen

3. September 2021, 15:07
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Die deutsche Firma 'Secunet Security Networks' hat sich gegen zwei weitere Anbieter durchgesetzt und übernimmt fortan Betrieb, Wartung und Weiter­entwicklung der Schweizer Grenz­kontroll­systeme.

Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) hat die Betreuung des Grenzkontrollsystems an das Essener Unternehmen 'Secunet Security Networks' vergeben. Die Firma agiert demnach als Generalunternehmer und ist ab sofort für die Lieferung von Hard- und Softwarekomponenten und deren Betrieb, Wartung und Weiterentwicklung verantwortlich. Das Auftragsvolumen beläuft sich laut der Beschaffungsplattform Simap auf 35,8 Millionen Franken. Die Summe splittet sich auf in einen Grundauftrag von 6,8 Millionen Franken sowie nicht näher definierte "Optionen" von 29 Millionen Franken.
Secunet Security Networks hat sich im seit Ende März 2021 laufenden offenen Verfahren gegen zwei Konkurrenten durchgesetzt. Die Vergabe an das deutsche Unternehmen begründet die EZV mit dem "hohen Integrationsgrad der vorgesehenen Teilsysteme" sowie "vertieften Kenntnissen der zukünftigen Anforderungen". Ausserdem sei die Offerte "aus fachlicher und technischer Sicht am vorteilhaftesten" gewesen. Laut der Ausschreibung ist der Auftrag auf 7 Jahre ausgelegt, mit der Option auf 6 Jahre Verlängerung. Gegen die Vergabe läuft seit Freitag die übliche 20-tägige Beschwerdefrist.
Bis Redaktionsschluss konnte die EZV unsere Fragen zur Vergabe des Grenzkontrollsystems an ein deutsches Unternehmen, zur detaillierten Aufteilung der Projektsumme sowie zum bisherigen Generalunternehmer nicht beantworten.
Update folgt.

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