Zoom investiert weiter in die Security

8. Mai 2020 um 12:15
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Die Firma übernimmt das auf verschlüsselte Social Networking Services spezialisierte Startup Keybase. Englische Zoom-Meetings werden verstärkt angegriffen.

Der Videokonferenz-Anbieter Zoom gibt bekannt, dass er das 2014 gegründete Startup Keybase übernimmt. Es ist die erste Übernahme in der Geschichte von Zoom. Zu den finanziellen Bedingungen des Kaufs wurden keine Angaben gemacht.
Keybase bietet durchgängig verschlüsselte Messaging- und Cloud-Systeme an. Dieses Know-how sei auch ausschlaggebend für den Kauf gewesen, sagte Zoom. Man suche technisches Fachwissen, um seinen Dienst robuster zu verschlüsseln. Dies sei auch Teil der kürzlich gestarteten Security-Offensive. In naher Zukunft sollen zahlende Zoom-Kunden die Möglichkeit bekommen, ihre Videokonferenzen mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu schützen, sagte Firmenchef Eric Yuan.
Unabhängig davon kündigte die Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, eine Vereinbarung mit Zoom über eine Reihe von Fragen und Problemen an, darunter eine verbesserte Privatsphäre für Bildungskonten und Aktualisierungen der Zoom-Richtlinie über missbräuchliches Verhalten. James hatte im März eine Untersuchung gegen Zoom angekündigt, nachdem zahlreiche Schwachstellen der App bekannt geworden waren.

Kinder beim Fitness-Training mit verstörenden Bildern gehackt

Trotz all den Security-Bemühungen wurde wieder ein Vorfall einer gestörten Zoom-Konferenz bekannt. Im englischen Plymouth hätten 60 Kinder an einem Fitness-Training via Zoom teilgenommen, als ein Hacker Bilder von sexuellem Kindesmissbrauch in die Zoom-Konferenz einspeiste.
Die Polizei von Devon und Cornwall gehe davon aus, dass sich der Hacker Zugang zu der virtuellen Klasse verschafft hat, nachdem die Einzelheiten der Veranstaltung in Online-Foren veröffentlicht worden waren, berichtet der 'Guardian'.
Die Kinderhilfsorganisation NSPCC erklärte, es gebe ein beunruhigendes Muster von Sitzungen, die auf Zoom abgehalten wurden und mit Bildern von sexuellem Kindesmissbrauch "bombardiert" wurden. "Zoom muss dringend handeln, um seine Nutzer zu schützen, während alle Technologiefirmen, die Videokonferenzdienste anbieten, unverzüglich darlegen müssen, wie sie auf diese sehr realen Risiken reagieren", forderte ein NSPCC-Vertreter.

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