Zu komplex: Otto stoppt SAP-Grossprojekt

24. September 2012, 12:22
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Der deutsche Otto-Konzern gibt das Ziel auf, die verschiedenen Anwendungen mit SAP zu zentralisieren, wie zwei deutsche Zeitschriften, CIO.

Der deutsche Otto-Konzern gibt das Ziel auf, die verschiedenen Anwendungen mit SAP zu zentralisieren, wie zwei deutsche Zeitschriften, CIO.de und die Lebensmittel Zeitung, berichten. Damit stoppt der riesige Versand- und Onlinehändler das "grösste IT-Projekt der Firmengeschichte", das 2009 unter dem blumigen Namen "Passion for Performance" (P4P) gestartet worden ist.
Das Projekt habe bisher einen "zweistelligen Millionenbetrag" gekostet, so ein Sprecher des Konzerns zu CIO.de. Im Mai 2011 ging der bisherige CIO der Handelsgruppe und wurde durch ein dreiköpfiges Führungsteam ersetzt. Schon damals sprach man davon, P4P sei "ins Trudeln geraten".
Der Konzern hat (Stand Februar) nach eigenen Angaben 123 Firmen in 20 Ländern und beschäftigt 53'100 Mitarbeitende. Anstatt eine zentrale SAP-Plattform zu bauen, hegt Otto nun Restrukturierungspläne. Mit einem neuen Programm namens Fokus sollen einerseits die Marken Otto, Baur und Schwab gestärkt werden. So will man die E-Commerce-Plattform von otto.de neu bauen. Andererseits will der Konzern gewisse Funktionen in der Otto Group, wie etwas Einkaufs-Management, Buchhaltung, Controlling oder HR-Management, zentralisieren. Dies wird bis 2015 zu Stellenabbau führen. (hc)

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