Zühlke antizyklisch: Umsatz geschrumpft, Arbeitsplätze geschaffen

31. März 2010, 13:34
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CEO Philipp Sutter wittert Wachstumschancen durch Globalisierungsbemühung der Kunden.

CEO Philipp Sutter wittert Wachstumschancen durch Globalisierungsbemühung der Kunden.
Das Schweizer Software- und Beratungsunternehmen Zühlke hat im vergangenen Jahr trotz Krise in seine Zukunft investiert. Im Gegensatz zu einigen anderen Schweizer Softwareschmieden hat die mit Niederlassungen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Grossbritannien vertretene Zühlke Gruppe die Wirtschaftskrise deutlich gespürt. Der Gruppenumsatz ging, nach einem Rekordjahr 2008, im letzten Jahr um 9 Prozent auf insgesamt 65 Millionen Franken zurück. (Über Gewinn oder Verlust äussert sich Zühlke nicht.)
Trotz des Umsatzrückganges hat Zühlke aber letztes Jahr zwanzig neue Arbeitsplätze geschaffen, und beschäftigt nun rund 350 Mitarbeitende. Insgesamt hat Zühlke zudem 2009 nach eigenen Angaben rund 16 Prozent seines Umsatzes, also über zehn Millionen Franken, in die Weiterbildung und Weiterentwicklung des Teams investiert.
Dieses Jahr soll der Personalbestand nun, wenn es nach den Plänen des Consulters geht, noch deutlich stärker wachsen. Zühlke plant ein Personalwachstum um rund 15 Prozent, was etwa 50 neuen Mitarbeitenden entsprechen würde.
In der Gesamtwirtschaft erwartet Zühlke dieses Jahr ein moderates Wachstum. Die Hauptthemen der Kunden und damit auch von Zühlke seien die Reduktion von Komplexität im gesamten Innovationsprozess, IT-Integration und Globalisierung. "Wer Globalisierung als Chance sieht und ihr offen gegenüber steht, kann wachsen", kommentiert Philipp Sutter, CEO von Zühlke Schweiz, den letzten Punkt. Und hält dazu kategorisch fest: "Globalisierung heisst, am Wirtschaftswachstum in Asien teilzunehmen.“ (hjm)

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