Zürcher Banker hoffen auf Digitalisierung

4. Juli 2016, 08:41
  • fintech
  • digitalisierung
image

Der Zürcher Bankenverband (ZBV) hat gemeinsam mit dem Finanzportal 'finews.

Der Zürcher Bankenverband (ZBV) hat gemeinsam mit dem Finanzportal 'finews.ch' die Stimmung des Finanzplatzes in einer repräsentativen Umfrage ermittelt. Claude Baumann von finews.ch hat inside-it.ch die konkreten Ergebnisse der Studie zukommen lassen. Interessanterweise bezeichnen von den 753 befragten Bankangestellten – mehrfach Nennungen waren möglich - 461 die Digitalisierung als "grösste Chance für den Finanzplatz Zürich". Das sind rund 22 Prozent der Bankerstimmen. Ausserdem haben 316 oder rund 15 Prozent den Bereich Fintech und 114 oder knapp sechs Prozent das Roboadviser-Angebot (Wealth-Management als Online-Service) als zentrale Chance genannt. Abgesehen von Ausbildung und Forschung, für die 418 oder rund 20 Prozent votiert haben, dominiert also eindeutig die Zukunfts-Banken-IT mit rund 43 Prozent als Hoffnungsträger bei den Bankangestellten in Zürich.
Kaum als Chance für den Bankenplatz wurden hingegen Regulierungen gesehen (knapp neun Prozent), noch weniger Chancen wurden den gesetzlichen Anstrengungen mit dem Fidleg und Finig (Finanzdienstleistungsgesetz und Finanzinstitutsgesetz) eingeräumt, auf die rund 2,5 Prozent der Stimmen entfielen. Beim automatischen Informationsaustausch sehen rund fünf Prozent, bei den allgemeinen Rahmenbedingungen 9,5 Prozent und in der Konsolidierungen immerhin rund elf Prozent der Banker Zukunftspotentiale für den Bankenstandort Zürich.
Als wichtigstes der acht abgefragten Geschäftsfelder wurden das Private-Banking von 23,5 Prozent der Befragten genannt. Allerdings dicht gefolgt vom Fintech-Bereich, für den sich 23,4 Prozent entscheiden. Als grösste Gefahren für die Branche in Zürich wurden die Regulierung (29,5 Prozent), der automatische Informationsaustausch (14,8 Prozent) und die allgemeinen Rahmenbedingungen (14,1 Prozent) genannt.
Übersehen werden sollte bei den Gefahreneinschätzungen allerdings nicht, dass über 20 Prozent der Stimmen disruptive Finanzlösungen als Bedrohung sehen: So nannten die Digitalisierung knapp sieben Prozent, Fintech knapp sechs Prozent und das Roboadviser-Angebot sogar gut acht Prozent der Bankangestellten "als Grösste Gefahr für den Bankenplatz Zürich". (vri)

Loading

Mehr zum Thema

image

UBS baut ihr digitales Angebot aus

Mit der rein digitalen Sortimentslinie Key4 will die Grossbank vor allem Neukunden gewinnen. Man fahre aber keine Neobanken-Strategie.

publiziert am 19.5.2022
image

Payment-Startup Klarpay sichert sich 3 Millionen Franken

Nach einer Finanzierungs­runde will das Finma-lizenzierte Fintech das Wachstum vorantreiben.

publiziert am 17.5.2022
image

Finnova kauft Fintech Contovista

Viseca verkauft das Vorzeige-Fintech an Finnova. Der Banken­software-Hersteller will mit Contovista sein Data-Analytics-Know-how und -Portfolio stärken.

publiziert am 16.5.2022
image

Open Banking: Offene APIs reichen nicht

Das Thema Open Banking wird laut der aktuellen IFZ-Studie vielfach zu isoliert betrachtet und deshalb unterschätzt.

publiziert am 13.5.2022 1