Zürcher Gymnasien erhalten mehr Informatik-Unterricht

29. Mai 2020 um 13:59
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Mit dem Projekt "Gymnasium 2022" will die Bildungsdirektion das Fach Informatik flächendeckend einführen.

Mehr Mathematik und flächendeckend Informatik: Die geplante moderate Auffrischungskur für die Zürcher Gymnasien ist einen Schritt weiter. Die Bildungsdirektion hat das Projekt "Gymnasium 2022" in gesetzliche Grundlagen gepackt und schickt es nun in die Vernehmlassung.
Damit die qualitativ hochstehende Ausbildung an Zürcher Gymnasien auch in Zukunft gewährleistet sei, sollen die Gymnasien weiterentwickelt werden, teilt der Zürcher Regierungsrat mit. Das Projekt "Gymnasium 2022" vereint mehrere Themen: Die Kantonsschulen stimmen ihren Unterricht auf den Lehrplan 21 ab, stärken den MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) und führen flächendeckend Informatik als Fach ein.
Es sei geplant, das Fach Informatik auf der gymnasialen Oberstufe mit vier Jahreslektionen (entspricht acht Semesterlektionen) einzuführen, schreibt der Regierungsrat in seinem Beschluss. "Dies kann jedoch nur umgesetzt werden, wenn der Kanton zwei dieser Lektionen zusätzlich finanziert. Die anderen zwei Jahreslektionen müssen die Schulen aus ihrem bestehenden Budget finanzieren."
Die gesetzlichen Grundlagen für die Umsetzung des Projekts hat die Bildungsdirektion gemeinsam mit Fachleuten und den Gymnasien entworfen. Bildungsrat und Regierungsrat haben die Gesetzesentwürfe jetzt zur Vernehmlassung freigegeben. Diese dauert bis Ende September 2020. Die Gesetze sollen in der ersten Jahreshälfte 2021 beschlossen und auf das Schuljahr 2023/2024 hin in Kraft gesetzt werden.

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