Zürcher Java-Konferenz wird aus dem Boden gestampft

1. September 2006 um 12:45
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Der Jazoon-Zug rollt los: Leute aus dem Netcetera-Umfeld rufen in Zürich eine internationale Java-Konferenz ins Leben. Sun und Elca sind an Bord, weitere Sponsoren werden gesucht.

Der Jazoon-Zug rollt los: Leute aus dem Netcetera-Umfeld rufen in Zürich eine internationale Java-Konferenz ins Leben. Sun und Elca sind an Bord, weitere Sponsoren werden gesucht.
Nächstes Jahres soll in Zürich zum ersten Mal ein Anlass stattfinden, der zu einem neuen Markstein im helvetischen IT-Kalender werden könnte. Die Jazoon07, eine internationale Konferenz über Java-Technologie, soll aber nach den Vorstellungen der Veranstalter nicht nur hiesige Java- und Open-Source-Profis, sondern auch die Entwicklergemeinde in ganz Europa ansprechen. Die viertägige Konferenz wird zum ersten Mal vom 24. bis zum 28 Juni im Zürcher Hallenstadium durchgeführt. Später soll sie regelmässig alle ein bis zwei Jahre stattfinden.
Die Java-Community ist bereits gut vernetzt, auch über Grenzen hinweg, warum also eine Konferenz? Persönliche Kontakte und das Treffen von Gleichgesinnten, so Joachim Hagger, CTO der Softwareentwicklungsfirma Netcetera, sind auch heute noch unerlässlich. Und ausserdem erhoffen sich die Veranstalter von der Konferenz auch eine Wirkung gegen Aussen. Kaum etwas könnte die Relevanz eines Themas – und die Relevanz der Softwarebranche allgemein für Zürich und die Schweiz – so plastisch aufzeigen wie Besucherströme und voll gefüllte Sääle. (Hoffen wir, dass die Veranstalter sie auch haben).
Von Angesicht zu Angesicht
Von den übrigen IT-Konferenzen in der Schweiz soll sich die Jazoon vor allem durch ihre Ausrichtung unterscheiden: Während diese immer mehr Business-orientiert sind, soll die Jazoon vor allem technologisch ausgerichtet sein. Der Wissens- und Know-how-Transfer zwischen Entwicklern aus Anwenderunternehmen und Softwarefirmen steht also im Vordergrund. Daneben soll aber – beim Veranstaltungsort Hallenstadion auch irgendwie angemessen – ein umfangreiches Rahmenprogramm auch für das notwendige "soziale" sorgen. Viel dazu liessen sich die Veranstalter heute noch nicht entlocken. Immerhin scheint ein grosser "Ice-Breaker"-Event in der Maag-Halle geplant zu sein.
Wir wagen zu spekulieren: Die Jazoon könnte nicht nur ein Mekka der Software, sondern, beim gegenwärtigen "Entwicklerhunger" der Branche, auch ein Mekka für Headhunter.
Eigentlicher Veranstalter ist die neugegründete Küsnachter Keynode AG. Als "Platinum"-Sponsoren haben bisher Sun und Elca angebissen. Mit anderen potentiellen Platin-Sponsoren, so Keynode-Chef Jürg Eberhard, seien Gespräche im Gang. Mit der Suche nach weiteren Gold- und Silber-Partnern wolle man in den nächsten Tagen beginnen.
Eine der Hauptkräfte hinter der Jazoon ist wie schon angetönt die Zürcher Softwareentwicklungsfirma Netcetera als Technologiepartner, die auch eine Art Garant für die Praxis-Ausrichtung der Konferenz sein soll. "Für und war es äusserst wichtig, das mit Netcetera Praktiker beteiligt sind", erklärte dazu Andreas Knöpfli vom (fast logischen) mit-Hauptsponsor Sun Schweiz. Joachim Hagger, CTO von Netcetera wird den Vorsitz im Kommitee führen, welches das Vortragsprogramm der Konferenz bestimmt, und bei dem noch rund 20 weitere prominenten Leuten aus der Schweizer Java- und Open-Source-Szene mitmachen – genannt sei hier als Beispiel nur André Weinand, einer der Hauptfiguren beim "Eclipse"-Projekt.
Das grosse Vorbild der Jazoon ist die von Sun in San Francisco organisierte "JavaOne", die jährlich rund 15'000 Teilnehmer anzieht. Viele weitere, so meinte Andreas Knöpli, träumen eigentlich davon, die "JavaOne" zu besuchen – durch den hohen Aufwand und die Kosten bleibt dies aber ein Traum. Die Jazoon soll also ähnliches bieten, bei wesentlich geringeren Gesamtkosten für Teilnehmer.
Weitere Informationen sollen Interessierte in Kürze auf www.jazoon.ch finden. Anmeldungen sollen ungefähr ab Januar entgegengenommen werden. (Hans jörg Maron)
(Interessenbindung: Sowohl Sun als auch Netcetera sind Partner und Marketingkunden von inside-it.ch.)

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