Zürcher Politikerin ist Nachfolgerin von Jean-Marc Hensch bei Swico

21. März 2019, 13:35
  • politik & wirtschaft
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Judith Bellaiche hat sich speziell mit Digitali­sierungs­vorstössen profiliert.

Judith Bellaiche hat sich speziell mit Digitalisierungsvorstössen profiliert.
Mit den Worten "Die neue Geschäftsführerin von Swico, die auch ein Mann sein kann…" suchte der Anbieterverband Swico einen Ersatz für Jean-Marc Hensch.
Nun hat der Verband diese Person gefunden und es ist tatsächlich eine Frau: Judith Bellaiche.
Sie bringt nach Ansicht von Swico ideale Voraussetzungen mit. Von Haus aus Juristin, hat Bellaiche auch einen Executive MBA erworben. Ihre berufliche Karriere startete sie laut LinkedIn im HR von UBS, gefolgt von mehreren Jahren als Vergütungsspezialistin bei EY. Sie war zudem Inhaberin einer Eventagentur und Mitgründerin des Startups Evoleen.
Die 48-Jährige ist seit Jahren für die Grünliberale Partei des Kantons Zürich in der Politik tätig: Dies tat sie während mehr als acht Jahren als Vorsteherin des anspruchsvollen Ressorts Hochbau, Liegenschaften und Planung im Steuerparadies Kilchberg an der Zürcher Stadtgrenze. Seit 2011 und bis heute ist sie als GLP-Kantonsrätin aktiv.
In ihrer Politik zeigt sich, dass Bellaiche sich seit einiger Zeit und regelmässig für Digitalisierungs-Fragen interessiert. "Liberale Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, starkes Engagement für die Digitalisierung & Startups und Aufgeschlossenheit gegenüber der Veränderung", fasst sie ihre Überzeugungen auf der persönlichen Website zusammen. Das Interesse zeigt sich auch in ihrer Kontaktliste bei LinkedIn und konkret in der Liste ihrer politischen Vorstösse. So war sie Erstunterzeichnerin eines Postulats, das eine übergeordnete, kantonale Digitalstrategie forderte. Ausserdem engagierte sich Bellaiche für einen Digitalbereit als Beratungsgremium für die Zürcher Regierung und Verwaltung.
Nicht zuletzt interessiert sie sich, wie die Sharing Economy im Kanton Zürich "nachhaltig mit unseren Versicherungs- und Sozialwerken in Einklang gebracht und ausgehandelt werden könne", so ein weiterer Vorstoss.
Ende 2016 wollte Bellaiche zudem genauer wissen, wie Fachkräftemangel und arbeitslose Informatiker zusammenhängen. Inbesondere fragte sie nach arbeitslosen Informatik-Lehrabgängern sowie arbeitslosen Ü45ern.
Bellaiche hat sich laut Swico in einem mehrstufigen Prozess durchsetzen können. Ihrerseits sagt sie laut Mitteilung: "Die Stelle hat mich auf Anhieb angesprochen und ich freue mich sehr darauf, diesen gerade für die Digitalisierung wichtigen Wirtschaftsverband voranzubringen".
Sie tritt ihre Stelle Anfangs Mai an. Seit längerem war angekündigt, dass Jean-Marc Hensch nach sieben Jahren die operative Führung des Verbands abgibt. (mag)

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