Zürich baut Experten­pool für IT-Security auf

21. Mai 2021, 11:49
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Externe Dienstleister sollen die kantonale Ver­waltung bei der Verbesserung der IT-Sicherheit unterstützen.

Für vier Jahre sucht das Zürcher Amt für Informatik (AFI) Unternehmen, die den Kanton im Bereich der IT-Sicherheit unterstützen können. Bis zu fünf Unternehmen können einen Zuschlag erhalten, mit ihnen wird ein Rahmenvertrag abgeschlossen, so die Ausschreibung.
Mit einem Regierungsratsbeschluss hat der Kanton 2019 die "Allgemeine Informationssicherheitslinie" (AISR) erlassen. Aus dieser sind "Besondere Informationssicherheitsrichtlinien" (BISR) abgeleitet, die die Ziele und Grundsätze der AISR konkretisieren.
Ziel sei es, die IT-Sicherheit in der kantonalen Verwaltung zu verbessern.
Für die Umsetzung der Richtlinien würden den Direktionen und der Staatskanzlei das spezifische Fachwissen sowie die personellen Mittel fehlen, heisst es in einem Protokoll des Regierungsrats. Damit die Umsetzung zeitnah erfolgen könne, hat der Regierungsrat den Direktionen und der Staatskanzlei zusätzliche Mittel bewilligt. Damit soll nun ein externer Expertenpool aufgebaut werden.
Die Dienstleister sollen die Verwaltung bei der Umsetzung der AISR und BISR unterstützen. Insbesondere geht es gemäss der Ausschreibung um den Aufbau und die Weiterentwicklung des internen Information Security Managements, die Erstellung von Standards, Guidelines sowie von IT-Sicherheits- und Datenschutzkonzepten. Ausserdem sollen Abweichungen zu den internen Sicherheitsvorgaben identifiziert und geeignete Schutzmassnahmen erarbeitet werden.
Der Auftrag teilt sich in zwei Bereiche. Einerseits sollen Rückstände in Bezug auf die Anforderungen der AISR und BISR aufgearbeitet werden. Dazu habe der Regierungsrat rund 3,2 Millionen Franken zur Verfügung gestellt. Im zweiten Bereich soll die Verwaltung für neue Projekte auf den Expertenpool zugreifen können. Das Mengengerüst wird je Bereich auf 1800 Tage geschätzt.
Nach einer Ausschreibung hatte der Kanton Zürich im Jahr 2020 eine Reihe von Zuschlägen an IT-Dienstleister gefällt. Gesucht wurde eine ganze Palette an IT-Know-how: Projektleiter, Experten in Sachen Virtualisierung, Messaging, IAM, Collaboration sowie Security wurden an Bord geholt. Dabei ging es um Unterstützung des AFI im Bereich der IKT-Grundversorgung. 
Mit der aktuellen Beschaffung gehe es um den Bedarf der Direktionen und der Staatskanzlei, insbesondere für deren Fachapplikationen, heisst es in der Ausschreibung. 

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