Zürich sucht neues Gever für Gemeinderat und Stadtkanzlei

9. September 2020, 11:09
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Die Ausschreibung für "ReParis" ist angelaufen. Man suche eine "zeitgemässe Technologie", erklärt uns die OIZ.

Die Stadt Zürich sucht ein neues Regierungs- und Parlamentsinformationssystem (ReParis). Die Ausschreibung gliedert sich in drei Lose. Los A (Regis): "Der Stadtrat, die Stadtkanzlei und die Departemente sollen in Zukunft für die Bearbeitung von Stadtratsgeschäften über eine umfassende IT-Unterstützung mit User-Centered-Design verfügen." Los B (Paris) betrifft die Bearbeitung von Gemeinderats-, Kommissions- und Fraktionsgeschäften. Los C umfasst eine koordinierte Lösung, falls Regis und Paris mit demselben Produkt ungesetzt werden können. Gesucht wird eine Gever-Standardsoftwarelösung.
Martin Otzenberger, Sprecher der Organisation Informatik Zürich (OIZ), erklärt auf Anfrage von inside-it.ch: "Bei den bestehenden Systemen handelt es sich um ein Portfolio an Einzellösungen, die einzeln und individuell entwickelt wurden und über die Jahre historisch gewachsen sind." Von einem neuen Setup verspreche sich die OIZ "eine zeitgemässe Technologie mit möglichst wenig Medienbrüchen, guter Usability und dem Einsatz auf unterschiedlichen Endgeräten".
Der Fokus bei der Einführung der bestehenden Lösungen vor mehr als zehn Jahren sei auf technische und funktionale Aspekte gelegt worden. Bei der neuen Lösung soll mit einem "User-Centred-Design" nun die Benutzerfreundlichkeit stark verbessert werden. Mit der Einführung sollen auch Abläufe optimiert werden. "Insbesondere bei der Durchgängigkeit der Prozesse und in Bereichen mit Medienbrüchen gibt es Optimierungspotenzial", so die OIZ.
"Wir erwarten von allen Anbietern ein Angebot für alle drei Lose, es ist aber durchaus möglich, dass die Bereiche Gemeinderat und Stadtkanzlei an unterschiedliche Anbieter vergeben werden", erklärt Otzenberger. Man wolle eine Standardlösung beschaffen, die entsprechende Referenzen in einem vergleichbaren Zusammenhang aus anderen Städten oder Gemeinden vorweisen könne. Zum Volumen der Anschaffung macht die OIZ während der laufenden Ausschreibung keine Angaben.

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