Zürich überwacht Straftäter mit GPS

9. Mai 2014 um 14:58
  • security
  • zürich
image

Junge Delinquenten aus dem Massnahmenzentrum Uitikon sollen ab Herbst mit einer elektronischen Fussfessel überwacht werden, gab der Zürcher Justizdirektor Martin Graf an einer Pressekonferenz bekannt.

Junge Delinquenten aus dem Massnahmenzentrum Uitikon sollen ab Herbst mit einer elektronischen Fussfessel überwacht werden, gab der Zürcher Justizdirektor Martin Graf an einer Pressekonferenz bekannt.
Seit 1999 existiert in sieben Kantonen die Überwachung durch Funk-Fussfesseln. Damit lässt sich aber bloss feststellen, ob jemand zu verabredeten Zeitpunkten zuhause ist oder nicht.
Mit der neuen GPS-Fussfessel sollen sich mehr Anwendungsmöglichkeiten ergeben. Aus der Überwachungszentrale kann man überprüfen, wo sich der Träger wann aufhält. Auf diese Weise sind Hausarreste, Rayon- und Alkoholverbote einfacher zu überwachen. Mit Zubehör kann die Person zu Atemlufttests aufgefordert werden. Zur sicheren Identifikation wird zusätzlich beim Benutzen des Geräts ein Bild gemacht.
Denkbar wäre, die Fessel anstelle von Untersuchungshaft einzusetzen. Im Pilotprojekt der Stadt Zürich wird allerdings die Vollzugslockerung an jugendlichen Straftätern probiert, die keine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen. (csi)

Loading

Mehr erfahren

Mehr zum Thema

image

Wo sich der Grossteil der Cybercrime-Aktivitäten abspielt

Eine Forschungsarbeit der Universität Oxford zeigt die globalen Cybercrime-Hotspots. Dies soll dem privaten wie öffentlichen Sektor helfen, Ressourcen gezielt einzusetzen.

publiziert am 12.4.2024
image

Podcast: Das Gesundheitswesen und die Cybersicherheit

Das Bundesamt für Gesundheit ist auf der Suche nach einem Dienstleister, der Unterstützung im Bereich Cybersicherheit bietet. In einer Ausschreibung haben wir mehrere Mängel festgestellt. In der aktuellen Podcast-Episode reden wir unter anderem darüber.

publiziert am 12.4.2024
image

Die neuen Namen im Ransomware-Geschäft

Neue Banden wie Akira, Qilin oder Rhysida haben in der Schweiz bereits Opfer gefunden. Wir haben uns gefragt, wer und was sich dahinter verbirgt – und Antworten gefunden.

publiziert am 11.4.2024
image

Google liest öffentliche Docs für KI-Trainings

Es ist wenig überraschend, aber doch augenöffnend: Alles, was online und öffentlich ist, wird für KI-Trainings genutzt. Unter bestimmten Bedingungen auch Google Docs.

publiziert am 11.4.2024