Zürichs Weg zur smart City

24. August 2018 um 15:15
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Den Rückblick auf seine ersten 100 Tage als Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe (DIB) von Zürich hat Stadtrat Michael Baumer gestern dem Thema Digitalisierung gewidmet.

Den Rückblick auf seine ersten 100 Tage als Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe (DIB) von Zürich hat Stadtrat Michael Baumer gestern dem Thema Digitalisierung gewidmet. Da die Veranstaltung beim Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) stattfand, wurde beispielhaft auch deren Netzwerk LoRa (Long Range) vorgestellt.
Es handelt sich um eine Plattform für das entstehende Internet der Dinge, die das EWZ als Grundlage für Zürich als smart City präsentierte. Die Basis dafür werde – wie in Basel berichtete. Abgesichert wird die Plattform vom OIZ (Organisation und Informatik Zürich), das auch die Hard- und Software liefert.
Die Präsentation des EWZ nannte für die erste Phase der Umsetzung fünf mögliche Use Cases:
- Messung von Luftfremdstoffen über ein feinmaschiges Sensornetzwerk mit batteriegestützten Sensoren und LoRa-Sendemodulen.
- Effiziente und kostenoptimierte Messung der Wasserstände der Limmat und vom See oder kleineren Fliessgewässern der Stadt mittels LoRa-tauglichen Sensoren.
- GPS-Tracking, für Einsatzkräfte an Grossanlässen, Tracking von Love-Mobiles an der Street Parade am Seebecken sowie Tracking von Fahrzeugen und mobiler Infrastruktur.
- Ein Wasserdaten-Logger, der Messungen von diversen Wasserwerten im Trinkwasser-Netz oder Messung von kleineren Fliessgewässern erlaubt.
- Smartes Parking, bei dem Parkplatzsensoren als Alternative zu den herkömmlichen Messsystemen installiert werden.
Adressiert werden dabei ganz verschiedene Zürcher Ämter. So ist mit der Dienstabteilung Verkehr (DAV) ein Smart-Parking-Pilotprojekt umgesetzt worden. Dabei messen Sensoren bei jedem Parkplatz, ob er belegt ist, wie die 'NZZ' berichtet. Diese Informationen lassen sich direkt nutzen, um etwa zu ermitteln, wo es im Moment noch freie Parkplätze gibt. Aber sie lassen sich auch statistisch auswerten. So wird beispielsweise ermittelt, wann welche Parkplätze wie lange belegt sind. Diese Ergebnisse unterstützen auch Entscheide darüber, wo es wie viele Parkplätze braucht und wie sie am besten bewirtschaftet werden.
Für Baumer ist aber klar, dass Digitalisierung nicht Selbstzweck ist. Sie habe vielmehr dazu beizutragen, "dass die Stadt Zürich auch in Zukunft über eine leistungsfähige Infrastruktur verfügt". Zürich wachse, neue Bedürfnisse der Bevölkerung und neuen Angeboten in den verschiedensten Lebensbereichen änderten auch die Anforderungen an die Infrastruktur, sagte der DIB-Vorsteher: "Diese wollen wir erfüllen – heute und morgen", versprach er. (vri)

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