Zuger Startup sichert sich 2,3 Millionen Franken

23. September 2021, 14:34
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Privatpersonen aus der Schweiz und Grossbritannien plus der amerikanische Innovations­fonds Ecliptic Capital investieren in das Blockchain-Startup Authena.

In einer Seed-Finanzierungsrunde hat das vor 3 Jahren gegründete Startup Authena mehr als 2,3 Millionen Franken gesammelt. Die Gelder seien von Privatpersonen aus der Schweiz und Grossbritannien gekommen sowie vom Innovationsfonds Ecliptic Capital, der mit Authena erstmals ausserhalb der USA investiert, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist.
Authena hat sich der Absicherung von Lieferketten verschrieben und bietet dazu nach eigenen Angaben Blockchain-basierte Lösungen. So soll die Produktnachverfolgung transparent abgewickelt und eine interaktive End-to-end-Kommunikation zwischen Hersteller und Endnutzer aufgegleist werden können.
Laut dem Gründer und CEO Matteo Panzavolta wird individuell für jedes Produkt eine digitale Kopie erstellt, welche in der Blockchain gespeichert wird und somit nicht verändert werden kann. Über die End-to-end-Kommunikation erhalten Hersteller zudem die Möglichkeit Informationen via Text, Bilder, Ton oder Video für die Endnutzer bereit zu stellen.
Das Startup wurde 2018 in Zug gegründet, beschäftigt 15 Mitarbeitende und widmet sich dem weltweiten Kampf gegen Produktfälschungen, Parallelimporte und die Umleitung von Produkten. "Mit NFC-Transmittern, die als elektronisches Siegel fungieren, können Hersteller die Authentizität ihrer Produkte garantieren und in Echtzeit unautorisierte Interaktionen mit ihren Gütern erkennen", schreibt Authena. Zudem würden Verbraucher ebenfalls die Echtheit von Produkten via Smartphone respektive einer kostenlosen App oder eine direkte NFC-Verbindung ermitteln können. Das Vorgehen sei schneller und sicherer als jede auf einem QR-Code basierte Lösung, meint man bei Authena.
Das frische Geld soll ins weitere Wachstum fliessen und in die Entwicklung neuer Prototypen für Grosskunden. Laut Webseite wird eine derartige Lösung bereits von Wein- und Kosmetikherstellern genutzt sowie von Pharmaproduzenten und bei der Lebensmittelprodukten aus der Landwirtschaft.

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