Zuger "Crypto Valley" zählt fünf Unicorns

10. Oktober 2018, 13:25
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Das als "Crypto Valley" vermarktete Gebiet bei Zug wird zu einem immer gewichtigeren Wirtschaftsfaktor.

Das als "Crypto Valley" vermarktete Gebiet bei Zug wird zu einem immer gewichtigeren Wirtschaftsfaktor. Laut einer Studie des Unternehmensberaters PwC, der Zuger Investmentgesellschaft CV VC sowie Inacta beschäftigt die "Blockchain-Branche" in der Schweiz und Liechtenstein heute über 3000 Personen.
Unter den über 600 Firmen befänden sich zudem fünf "Einhörner", die dem Standort Zug eng verbunden sind. Gemeint sind Unternehmen, die mit über einer Milliarde Franken bewertet werden. Dies zeigt die erste Liste mit den laut Autoren "50 Top-Firmen".
Die Daten seien zwar gerade für die Schätzungen der Marktkapitalisierung noch lückenhaft, gemäss der Erhebung kommen die 50 grössten aufgelisteten Firmen aber bereits auf einen Marktwert von rund 44 Milliarden Dollar.
Dabei werden Public-Blockchain-Firmen mit Cryptocurrency-Fokus ebenso aufgelistet wie Player im Umfeld von Permissioned Blockchain-Projekten. Mit Blick auf die über 600 Firmen bleibe festzuhalten, dass auch Unternehmen aufgenommen wurden, die im weiteren Umfeld des Crypto Valleys agieren, darunter Berater, Anwaltskanzleien, und akademische Institutionen. Es seien rund doppelt so viele wie noch vor einem halben Jahr, heisst es in der Studie.
Erstaunlich sei, dass die "Top 50" insbesondere im Vergleich zu anderen Startups über eine sehr dicke Kapitaldecke verfügten und in der Regel mit Beträgen in zweistelliger Millionenhöhe operierten.
Auch seien Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe oder bis zu einer Milliarde wie bei Firmen wie dem Kryptowährungsprojekt Tezos oder dem Blockchain-basierten Computer-Netzwerk Dfinity keine Seltenheit.
Bei den fünf sogenannten "Einhörnern", handelt es sich um Bitmain, den Hersteller von Hard- und Software zum Mining von Kryptowährungen mit Hauptsitz Peking und Niederlassung in Zug; zudem das Cryptocurrency-Projekt Cardano, Dfinity sowie die Ethereum-Stiftung und der Bitcoin-Storage-Anbieter Xapo. Alle fünf hätten sich entweder im Crypto Valley angesiedelt oder hätten dort ihre Wurzeln.
Was sie in der Schweiz operativ genau tun, wird nicht differenziert, aber alle haben mindestens zehn Mitarbeiter in der Schweiz oder Liechtenstein. Weitere Kriterien sind ein Funding oder eine Bewertungvon mindestens zehn Millionen Dollar. Die Liste kann heruntergeladen werden (PDF). (mag/sda)

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