Zuger IT-Chef muss gehen

20. Mai 2016, 08:47
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Nachwehen der Zuger Informatik-Skandale.

Nachwehen der Zuger Informatik-Skandale.
Der Leiter des Amts für Organisation und Informatik (AIO) des Kantons Zug, René Loepfe, verlässt das AIO. Er gehe auf eigene Initiative, heisst es in einer Medienmitteilung des Kantons von gestern.
Insider widersprechen dieser Darstellung allerdings vehement. Nachdem der ehemalige Regierungsrat Peter Hegglin in den Ständerat wechselte und im Februar an seine Stelle Heinz Tännler als Finanzdirektor rückte, habe Loepfe seine schützende Hand verloren, hört man aus der Zuger Verwaltung. Dass der Zuger Kantonsrat im Februar einen Antrag des Regierungsrats zur Informatik-Organisaton mit grossem Mehr zurückgewiesen hat, sei "eine Ohrfeige" gewesen, sagen Insider.
René Loepfe verwies auf Anfrage auf die Medienmitteilung des Kantons und wollte keine weiteren Kommentare abgeben. Die Stelle als Leiter des Zuger AIO wird nun ausgeschrieben.
Zuger IT-Skandal
Im Januar 2013 platzte im Kanton Zug ein Software-Skandal, der die Gemeinden, die Kantonsverwaltung und die Politik bis heute beschäftigt
Schon 2013 stellten einige Parlamentarier die Zuger Informatik-Organisation in Frage Während der bisherige Finanzdirektor und heutige Ständerat Peter Hegglin für die CVP politisiert, ist sein Nachfolger Heinz Tännler Mitglied der SVP.
Grossprojekt Steuerlösung
Während die Stadt Zug unterdessen tatsächlich eine neue Lösung für die Einwohnerkontrolle in Betrieb nehmen konnte, steht ein weiteres Grossprojekt noch an. Der kleine Kanton und seine Gemeinden brauchen nämlich noch eine neue Steuerlösung. (Christoph Hugenschmidt)

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