Zuger IT wird reorganisiert

30. September 2016, 12:19
  • politik & wirtschaft
  • zug
  • informatik
  • reorg
image

Die Zuger wollen in den nächsten fünf Jahren die IT-Kosten um bis zu 25 Prozent senken. Ein Stellenabbau ist möglich.

Die Zuger wollen in den nächsten fünf Jahren die IT-Kosten um bis zu 20 Prozent senken. Ein Stellenabbau ist möglich.
Der Kanton Zug organisiert seine zuletzt gebeutelte IT-Organisation neu und arbeitet stärker mit den Gemeinden zusammen. Der Regierungsrat hat dem Programm für die "Neuausrichtung der Informatik in Zug" zugestimmt. Vorgesehen ist ein zentrales Dienstleistungszentrum. Für die Umsetzung sind rund vier Jahre eingeplant, teilt die Finanzdirektion heute mit.
Das Programm wird von Ernst Portmann geführt, der seit Juli das Informatik und Organisation (AIO) interimistisch leitet. Federführend für die Umsetzung ist ein von der Regierung beauftragter Programmausschuss, der wiederum vom Leiter des AIO geführt wird. Per Anfang nächsten Jahres wird dies also Stephan Arnold sein, der jüngst zum neuen IT-Chef des Kantons ernannt wurde.
Zentralisierte IT-Organisation geplant
Heute besteht die Informatik des Kantons Zug (IT Zug) aus dem Amt für Informatik und Organisation (AIO) und dezentralen Organisationseinheiten. Vorgesehen ist nun eine Zentralisierung der Informatik. Die IT Zug soll so aufgestellt werden, dass sie den kantonalen Direktionen und Ämtern Serviceleistungen erbringen kann. Diese Leistungen sollen künftig auch durch die Gemeinden bezogen werden. Die Zentralisierung der Informatik soll nach dem Motto "zentral so viel wie möglich, dezentral wo zwingend notwendig" erfolgen.
20 bis 25 Prozent tiefere Kosten
Vorgesehen ist ein Dienstleistungszentrum, das alle zentralen Informatikleistungen, wie Beratung, Betrieb und Support, für die Direktionen, Ämter, Gemeinden, Schulen und weitere öffentliche Institutionen zur Verfügung stellt. Diese sollen einen Ansprechpartner haben und ihre Leistungen aus einer Hand beziehen können. Eine Vielzahl von Projekten muss noch im Detail ausgearbeitet werden, schreibt die Finanzdirektion weiter.
Für die Umsetzung ist ein Zeitrahmen von rund vier Jahren vorgesehen. Das Programm ist auch Teil von "Finanzen 2019". Es sei möglich, dass auch Stellen abgebaut werden, sagte Finanzdirektor Heinz Tännler gegenüber der Nachrichtenagentur 'sda'. Ziel sei, in vier bis fünf Jahren 20 bis 25 Prozent der Kosten einzusparen.
Konsequenz aus gefloppten Projekten
Tännler hatte bereits im Juli angekündigt, die Informatik-Organisation des Kantons aufräumen zu wollen. Man wolle die Situation genau anschauen und eine Strategie erarbeiten. "Es wird Veränderungen geben", sagte er damals. Denn in der Vergangenheit hatten verschiedene missglückte Informatikprojekte in Zug für Schlagzeilen gesorgt. So wurde etwa die Entwicklung einer Software für die Einwohnerkontrolle Anfang 2013 abgebrochen, nachdem bereits rund drei Millionen Franken ausgegeben worden waren. (kjo/sda)

Loading

Mehr zum Thema

image

Anti-Fake-News-Initiative ist vorerst vom Tisch

Mit einem Vorstoss sollten Betreiber in die Pflicht genommen werden, wenn auf ihren Onlineplattformen Falschinformationen verbreitet wurden. Zunächst sind aber Abklärungen nötig.

publiziert am 3.2.2023
image

Der Wandel im Beschaffungsrecht

Am 02. Februar 2023 ist das erste Event seiner Art – "E-Government im Fokus" – von inside-it.ch über die Bühne gegangen. Wir haben mit 4 Speakern diskutiert, die das Beschaffungswesen in- und auswendig kennen.

publiziert am 3.2.2023
image

Next Episode: Das neue Simap verzögert sich nochmals

Die Entwickler haben die "Komplexität analysiert" und sind zu einer neuen Schätzung gelangt. Dieses Jahr wird’s nichts mehr mit KISSimap.

publiziert am 3.2.2023
image

Das Wachstum der Hyperscaler verlangsamt sich

Bei AWS, Azure und Google Cloud ist es jahrelang nur steil bergauf gegangen. Jetzt aber macht sich der Spardruck der Kunden bemerkbar.

publiziert am 3.2.2023