Zuger planen Gutscheine auf Blockchain-Basis

7. Juli 2017, 13:42
  • innovation
  • blockchain
  • zug
image

Die Zuger Kantonalbank hat zum 125-jährigen Jubiläum den Projektwettbewerb "Ideen für Zug" ausgeschrieben.

Die Zuger Kantonalbank hat zum 125-jährigen Jubiläum den Projektwettbewerb "Ideen für Zug" ausgeschrieben. Das Geldinstitut unterstützt die mittels Publikumsabstimmung und Jury ermittelten Siegerprojekte mit einer Gesamtsumme von 500'000 Franken. Eines der 69 Projekt-Teams will ein Gutscheinsystem auf Blockchain-Basis entwickeln.
Mit den sogenannten Chriesi-Talern soll dereinst per Smartphone, Tablet oder Laptop bei Akzeptanzstellen überall in Zug bezahlt werden können. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg: Erst muss eine institutionelle Trägerschaft gegründet und Mitglieder geworben werden. Zudem müssen Geschäfte und Institutionen gefunden werden, die Chriesi künftig akzeptieren. Auf der technischen Seite müssen Benutzer- und Geschäfts-Applikationen entwickelt sowie eine Website und eine sichere Infrastruktur bereitgestellt werden. Mit der Entwicklung wird eine Arbeitsgruppe betraut, die eng mit der Hochschule Luzern und lokalen Technologiepartnern zusammenarbeiten soll.
Wie die Initianten das Projekt finanzieren wollen.
Die Initianten des Projekts rechnen mit Ausgaben von rund 260'000 Franken; 55'000 davon für die technische Entwicklung; 78'000 für Marketing und Kommunikation; und schliesslich 127'000 Franken für Projektmanagement und Controlling, wobei hier das Projektoffice – das sogenannte Chriesi-Lab – alleine mit 84'000 Franken zu Buche schlägt. Für das Vorhaben erhofft man sich von der Zuger KB, falls man zu einem der Siegprojekte gekürt wird, einen Zustupf von 50'000 Franken. Der Rest finanziert sich über Eigenleistungen, Sponsoring und Crowd-Funding.
Falls die Finanzierung gelingt, soll das Kick-Off im Oktober erfolgen. Im Februar 2018 würde die Produktion des Prototyps begonnen und bereits ab März würden Testläufe durchgeführt, so das Projektteam. Im nächsten Sommer stehe dann offizieller Launch und Pilot-Betrieb an. Im Herbst werde über die Weiterführung entschieden und – wenn alles klappt – in den normalen, selbsttragenden Betrieb übergeleitet.
Hinter der Idee stecken Georges Grivas, Informatik-Professor an der HSLU; Luka Müller-Studer, Legal Partner MME Zug und Zürich; Vitus Ammann, Managing Partner Ammann Consulting (ehemals CMO Monetas); Reto Gadient, CEO B.Academy; Patrick Salm, Managing Director Kepler Technologies; Richard F. Zbinden, CEO Software for Corporate Leaders LLE; Ueli Kleeb, Visueller Gestalter und Ausstellungsmacher; und Nicolett Theiler, PR-Frau. (ts)

Loading

Mehr zum Thema

image

Bauteil für Computer nach Vorbild des Gehirns

Forschende von ETH Zürich, Universität Zürich und Empa entwickelten ein neues Material für ein Computerbauteil, das sich am menschlichen Gehirn orientiert.

publiziert am 18.5.2022
image

Kundenkommunikation für Versicherer: Chats und Chatbots verbreiten sich langsam

Aber die Mehrheit der Schweizer Kundinnen und Kunden bevorzugt weiterhin E-Mail oder Telefon.

publiziert am 16.5.2022
image

Zürcher ML-Startup Lightly sammelt 3 Millionen Dollar

Der Algorithmus von Lightly soll dabei helfen, Daten zu beschriften und zu bewerten. Dadurch soll die sich die Qualität von KI-Anwendungen verbessern.

publiziert am 13.5.2022
image

Google I/O: Verbesserte KI, neue Developer-Tools und Geräte

Google versucht sich erneut an einer AR-Brille. Auch das Google Wallet feiert ein Comeback.

publiziert am 12.5.2022