Zum ersten Mal in der Krise geht das Channel-Wachstum zurück

27. April 2020, 13:27
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Das Wachstum der europäischen IT-Vertriebskanäle ist ins Stocken geraten. Schuld seien auch Lieferengpässe.

Der Londoner Marktforscher Context veröffentlicht seine neusten Zahlen für den IT-Markt. Zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Krise und den durch die verschiedenen europäischen Regierungen verhängten Lockdowns sei das Umsatzwachstum der IT-Vertriebskanäle zurückgegangen, schreibt Context.
Homeoffice und Homeschooling hätten die Umsätze anfänglich angekurbelt, sodass in Woche 12 (16. bis 22. März) ein Spitzenwert von 10% Wachstum erreicht worden sei. Danach seien die Umsätze aber sukzessive zurückgegangen. In Woche 15, Anfang April, sei in Westeuropa ein Rückgang von 8,9% verzeichnet worden.
Schuld daran seien aber auch die Oster-Feiertage und -Ferien sowie Lieferengpässe, die sich zum Beispiel bei mobilen Computern bemerkbar machten. Die grossen Motoren des Vertriebskanals, kleine und mittlere Unternehmen (-9%) und gewerbliche Wiederverkäufer (-10%), hätten dabei den Rückgang besonders zu spüren bekommen.
Trotz des allgemeinen Rückgangs würden jedoch einige Homeoffice-Kategorien, die seit Ausbruch der Krise gut abgeschnitten haben, weiterhin ein starkes Wachstum aufweisen. Dazu gehören Webkameras (plus 102%), Virtualisierungssoftware (48%), Notebooks (29%), Headsets und Mikrofone (27%), Workstations (27%) und All-in-One-Tintenstrahldrucker (18%).
"Lieferengpässe bei bestimmten beliebten Konsumgütern in Verbindung mit einer Verlangsamung der Unternehmensaktivitäten führten dazu, dass die Woche 14 in Europa keinen vierteljährlichen Höchststand verzeichnete", erklärt Adam Simon, Global Managing Director von Context.
Simon macht dem Channel aber Mut: "In Europa besteht in vielen Homeoffice-Kategorien nach wie vor eine hohe Nachfrage. Die Vertriebspartner können also hoffen, dass sie nach den Osterferien ein besseres Wachstum erwarten können, vor allem, wenn die Angebotsknappheit im zweiten Quartal nachlässt."

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