Zurück zum Start bei Pragmatica

31. März 2005, 14:58
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    Fragliche Börsenkotierung

    Fragliche Börsenkotierung
    Die börsenkotierte Schweizer Pragmatica ist heute wieder dort, wo sie vor der Übernahme des gescheiterten Software-Herstellers Complet-e war: Man ist heute wieder ein kleines Beratungsunternehmen mit etwa 30 Mitarbeitenden.
    2004 erzielte Pragmatica einen Umsatz von 13 Mio. Franken und einen Reinverlust von 1,2 Mio. Franken. Die meisten Verluste fielen allerdings in den Geschäftsbereichen (SAP Business One, AS/400, PC-/Netzwerkbau) an, die im Laufe des letzten Jahres an Steffen Informatik und Bechtle abgestossen wurden. Gefährdet ist Pragmatica allerdings nicht. Der Cash-Drain betrug letztes Jahr nur 18'000 Franken und das Unternehmen sitzt noch auf einem Barbestand von über vier Millionen Franken.
    Warum börsenkotiert?
    "Das ist eine gute Frage," lautet die Antwort von Pragmatica-Chef Gerfried Mülleitner auf unsere Frage, womit sich die Kotierung an der Börse für das Unternehmen noch rechtfertigen lasse. "Wir überlegen uns, was wir mit der Hülle der Pragmatica-Holding und der Notierung an der Börse anfangen sollen. Von Dekotierung sprechen wir aber nicht," so Mülleitner.
    Tatsächlich macht die aufwändige Börsenkotierung für ein Unternehmen wie Pragmatica keinen Sinn. Die Überlegungen gehen wohl dahin, die Holding samt Börsenkotierung zu verkaufen und das Beratungsgeschäft dann wieder herauszulösen. RedIT und ThinkTools haben einen solchen Vorgang unlängst vorgemacht. (Christoph Hugenschmidt)

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