"Zwei-Browser-Strategie" beim Bund

30. April 2014, 15:24
  • security
image

Die Bundesverwaltung hat neuerdings eine "Zwei-Browser-Strategie".

Die Bundesverwaltung hat neuerdings eine "Zwei-Browser-Strategie". Damit reagiert sie jedoch nicht auf die jüngst bekannt gewordene Sicherheitslücke beim Internet Explorer von Microsoft. Der Auftrag für die Ausarbeitung der neuen Strategie mit zwei zugänglichen Browsern in der Bundesverwaltung wurde bereits im 2013 erteilt, wie die Sprecherin des Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) auf Anfrage erklärte. Sie bestätigte damit eine Meldung von 'Radio Zürisee'.
Welcher Browser neben dem Explorer den Bundesangestellten zur Verfügung gestellt wird, sei noch nicht festgelegt. Ebenso wenig der definitive Terminplan für die Umsetzung. "Eine Umstellung ist mit einem gewissen Aufwand verbunden. Wir rechnen mit einer Einführung von mindestens drei Monaten", schreibt die Sprecherin.
Somit stand der Bundesverwaltung kein alternativer Browser zur Verfügung, als Microsoft am vergangenen Sonntag bekanntgab, dass IE eine Sicherheitslücke aufweist. Über diese könnten Angreifer Benutzerrechte stehlen und missbrauchen, warnte Microsoft. Ein Sicherheitsupdate zum Schliessen der Lücke stand zunächst nicht zur Verfügung.
Gemäss Microsoft sind die Internet-Explorer-Versionen sechs bis elf betroffen. In der Bundesverwaltung sind grösstenteils die Versionen neun und zehn im Einsatz.
Gemäss ISB analysiert die Bundesverwaltung aber laufend die aktuellen Sicherheitslücken und Bedrohungen. "Dementsprechend ist das Sicherheitsdispositiv so aufgebaut, dass man rasch und effizient Gegenmassnahmen einleiten kann." Um welche es sich im aktuellen Fall handelt, war nicht zu erfahren. (sda/mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

Zurich investiert erneut in kanadische Cyberversicherung

Boxx Insurance hat unter der Leitung von Zurich in einer Serie-B-Finanzierung 14,4 Millionen US-Dollar gesammelt.

publiziert am 31.1.2023
image

Cyberkriminelle erbeuten Kundendaten der Online-Apotheke DocMorris

Bei dem Cyberangriff haben unbekannte Täter 20'000 Kundenkonten kompromittiert. Die Online-Apotheke gehört zur Schweizer "Zur Rose"-Gruppe.

publiziert am 27.1.2023
image

Schwerer Schlag gegen eine der erfolgreichsten Ransomware-Banden

Die Gruppe Hive hatte unter anderen Emil Frey und Media Markt attackiert. Jetzt haben das FBI, Europol und weitere Behörden die Hive-Infrastruktur ausgeschaltet.

publiziert am 27.1.2023
image

Angeblicher Datendiebstahl: Unispital Lausanne gibt Entwarnung

Ein Hacker behauptete, im Besitz von 2 Millionen Datensätzen des Spitals zu sein. Doch das Datenpaket stammt offenbar aus Frankreich.

publiziert am 27.1.2023