Zwei Drittel der Antiviren-Apps für Android sind untauglich

14. März 2019, 16:01
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AV-Comparatives, eine unabhängige Testorganisation für Antivirenprogramme, hat 250 Antimalware-Apps aus dem Google Play Store untersucht.

AV-Comparatives, eine unabhängige Testorganisation für Antivirenprogramme, hat 250 Antimalware-Apps aus dem Google Play Store untersucht. Das Ergebnis ist ernüchternd: Satte 170 der untersuchten Android-Apps erkennen weniger als einen Drittel der Schädlinge.
Nur gerade 80 der untersuchten 250 Apps erkennen über 30 Prozent der Malware und meldeten bei den 100 testweise eigesetzten sauberen Android Package Kits (APK) keinen False Positive. Nur 23 hätten alle 2000 schädlichen Apps erkannt, schreiben die Forscher in einem Blogpost. Im Test wurden die häufigsten Android-Schädlinge des Jahres 2018 verwendet.
Das Fazit der Forscher ist klar: Die übergrosse Mehrheit der Antivirus-Apps sei ineffektiv und unzuverlässig. Einige der untersuchten Apps wurden mittlerweile als Trojaner, Fake-Malware-Apps oder zumindest als "potenziell unerwünschte Anwendungen" (PUA) klassifiziert. "Es ist zu erwarten, dass Google die meisten von ihnen in den kommenden Monaten aus dem Google Play Store entfernen wird (und hoffentlich ihre Verifizierungsprüfungen verbessert und damit andere solcher Apps aus dem Store blockiert)", so die Tester. 32 der Apps sind mittlerweile aus dem Store entfernt worden.
Viele der Apps seien von Amateuren programmiert worden oder aber von Softwareherstellern, die nicht auf Security spezialisiert sind, begründen die Forscher das Resultat ihrer Untersuchung.
Der Test wurde im Januar 2019 durchgeführt, hauptsächlich auf Samsung Galaxy S9 Geräten mit Android 8.0 (Oreo). Die komplette Liste mit den laut AV-Coparatives sicheren und den untauglichen Apps sowie das Test-Design hat die Firma auf ihrer Website aufgeführt. (ts)

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