Zwei von drei Unternehmen kennen SuisseID nicht

16. Februar 2012, 14:54
  • e-government
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Mit der Studie "Firmen und E-Government" evaluierte das Staatssekreteriat für Wirtschaft (Seco) den Bedarf und die Zufriedenheit der Schweizer Unternehmen betreffend der Onlineangebote der Behörden.

Mit der Studie "Firmen und E-Government" evaluierte das Staatssekreteriat für Wirtschaft (Seco) den Bedarf und die Zufriedenheit der Schweizer Unternehmen betreffend der Onlineangebote der Behörden. Über die Hälfte (57 Prozent) der rund 1'000 befragten Firmenvertreter wollen Behördengänge direkt online abwickeln – nicht mehr telefonisch oder persönlich. Am meisten Transaktionen werden heute bei den Unfallversicherungen und der AHV online abgewickelt. Laut Markus Pfister, Kommunikationsverantwortlicher eGovernment für KMU, sind diese Angaben aber mit Vorsicht zu geniessen, da eine Onlinetransaktion nicht für alle das gleiche heisst, wie er gegenüber inside-it erklärt. Die Funktion, online eine Firma zu gründen, ist bis heute am wenigsten genutzt worden, und hat seit 2009 sogar abgenommen.
Je kleiner die Behördenstelle ist, umso unzufriedener sind die Unternehmen mit den Onlineangeboten. Auf Bundesebene ist auch die Zunahme der Zufriedenheit über die Jahre am stärksten.
Suisse was?
Laut der Studie kennen zwei von drei Unternehmervetreter die 2010 lancierte SuisseID nicht. Von dem einen Drittel, die die SuisseID kennen, brauchen lediglich vier Prozent die ID geschäftlich und ein Prozent perönlich – ganze 28 Prozent kennen die SuisseID zwar, brauchen sie aber nicht. Für Markus Pfister ist das nicht erstaunlich, da die Grossabnehmer der SuisseID zur Zeit der Befragung die "elektrische ID" noch gar nicht ausgerollt haben, wie er gegenüber inside-it.ch sagt. Für die nächste Befragung werde eine viel höhere Prozentzahl der SuisseID-Kenner erwartet, so Pfister. (Linda von Burg)

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