Red Hat lässt Angestellten volle Homeoffice-Freiheit

14. September 2022, 10:28
  • people & jobs
  • workplace
  • red hat
  • coronavirus
image

Angestellte der IBM-Tochter dürfen auch in Zukunft ohne Einschränkungen zu Hause arbeiten.

Bei High-Tech-Konzernen gibt es ganz unterschiedliche Strategien dafür, wie man in Zukunft, nachdem die akute Phase der Covid-Pandemie vorbei ist, mit der Homeoffice-Politik weiterfahren möchte. Manche würden ihre Leute am liebsten wieder Vollzeit im Büro sehen. In die gegenteilige Richtung geht das Softwarehaus Red Hat. Wie Jennifer Dudeck, Chief People Officer bei Rad Hat, in einem Blogpost angekündigt hat, werden die allermeisten Red-Hat-Angestellten auf unbeschränkte Zeit hinaus die volle Wahlfreiheit haben. Sie können ins Büro kommen, so oft sie dies wollen, auf Wunsch dürfen sie aber auch immer zu Hause arbeiten. Nur das höhere Management wird dazu aufgefordert, öfter in den Büros anwesend zu sein, um die Interaktion zu fördern.
Dudeck begründet die permanente Wahlfreiheit unter anderem damit, dass sich Homeoffice-Arbeit bei Red Hat schon seit einiger Zeit eingebürgert hat. Bereits vor der Pandemie hätten über 30% der Mitarbeitenden remote gearbeitet.
Diese Strategie, so Dudeck, ermöglicht es Red Hat auch, einfacher Fachkräfte zu rekrutieren, da man dadurch geografisch weniger eingeschränkt ist.
Trotzdem will Red Hat seinen Leuten auch gute Gründe geben, hin und wieder in die Büros zu gehen. Diese sollen so umgestaltet werden, dass dies schlicht mehr Spass macht. Sie sollen beispielsweise "Nachbarschaften" bieten, in denen sich Teams zur Zusammenarbeit treffen können und die "weit weniger Schreibtische und dafür Nischen, Couches, und kleine Arbeitsräume" aufweisen sollen.
Ausserdem, so Dudeck weiter, wisse man bei Red Hat auch, dass die volle Freiheit des Arbeitsplatzes bedeutet, dass man sich vermehrt um die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden kümmern müsse.
Wie schon erwähnt, gehen die grossen IT-Konzerne ganz unterschiedlich mit dem "Homeoffice-Problem" um. Amazon will wie Red Hat den Angestellten auch in Zukunft die volle Wahlfreiheit lassen. Salesforce ebenso, allerdings mit einer etwas anderen Begründung als Red Hat. CEO Marc Benioff glaubt nämlich, dass ein Office-Zwang schlicht nicht mehr funktionieren würde.
Apple und Google dagegen verlangen, dass die Angestellten mindestens 3 Tage pro Woche im Büro arbeiten. Der Microsoft-CEO Satya Nadella hat sich einige Male skeptisch zu einer permanenten Homeoffice-Arbeit geäussert. Eine klare Richtlinie des Softwareriesen für eine Mindestanwesenheit in den Büros haben wir aber bei unserer Recherche nicht gefunden.

Loading

Mehr zum Thema

image

Frauenanteil in den ICT-Berufen seit 30 Jahren fast gleich niedrig

Wir haben die Zahlen des Bundesamts für Statistik zu den ICT-Jobs seit 1990 analysiert. Die krasse Männerdominanz hat sich kaum verändert.

publiziert am 27.1.2023
image

Schwyz erhält einen neuen CIO

Im Sommer wird Marcel Schönbächler die Leitung des Amts für Informatik im Kanton übernehmen.

publiziert am 27.1.2023
image

Digital Economy Award findet wieder statt

Nach einem Jahr Zwangspause ist der Digital Economy Award zurück im Zürcher Hallenstadion. Inside IT ist als Medienpartner dabei und präsentiert den Award für die ICT-Persönlichkeit des Jahres.

publiziert am 26.1.2023
image

Berner Security-Spezialist Redguard erweitert GL

Mit einer breiter aufgestellten Geschäftsleitung will sich das mittlerweile 80-köpfige Unternehmen für die nächsten Entwicklungsschritte bereit machen.

publiziert am 26.1.2023