Schaeppi: Pannen sind seltener geworden

9. Mai 2022, 09:02
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Störungen erzeugen heutzutage aber viel mehr Aufsehen als früher, findet der scheidende Swisscom-CEO.

Swisscom-Chef Urs Schaeppi wehrt sich gegen das Pannen-Image des Unternehmens. "Über das Gesamte gesehen, ist unsere Stabilität aber besser geworden", sagte er in der "Samstagsrundschau" von 'Radio SRF'.
Dass er in den Medien den Übernamen "Pannen-Schaeppi" erhalten habe, sei auf eine verzerrte Wahrnehmung zurückzuführen, meinte der Ende Monat als Konzernchef abtretende Schaeppi.
Denn insgesamt habe sich die Verfügbarkeit der Netze erhöht. Doch sei auch die Abhängigkeit davon gestiegen. "Das ganze Leben organisiert sich heute um unsere Produkte." Deshalb fielen Pannen, auch wenn sie nur kurz dauerten, auf. Wenn früher einmal ein Telefon ausgefallen sei, habe dies kaum zu grossen Reaktionen geführt.
Am Dienstagabend waren – gerade während der Schlussphase eines Halbfinals in der Champions League – Swisscom-Dienste während Wartungsarbeiten ausgefallen. Persönlich habe ihn dies natürlich geärgert. Im vergangenen Jahr gab es verschiedene Ausfälle, bei denen auch die Notrufnummern von Polizei und Sanität betroffen waren.
Die Systeme seien extrem komplex geworden, hielt Schaeppi dazu fest. Und sie würden sich im Zuge der rasch fortschreitenden Innovation auch ständig weiter entwickeln. Es gebe keine Infrastruktur, die sich schneller verändere als diejenige von Swisscom. "Wir machen täglich 600 Eingriffe in unseren Netzen." Da könne, trotz aller Professionalität bei der Vorbereitung, ab und zu etwas passieren. Jeder Vorfall werde untersucht, und es werde daraus gelernt.

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