Schweizer 3D-Startup sammelt 4,6 Millionen Euro

20. Juni 2022, 09:40
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Javier Bello Ruiz, Mitgründer und CEO von Imverse.

Imverse will Technologien wie Hologramm-Lösungen für das Metaverse für Privatuser und Unternehmen leichter zugänglich machen.

Das 2017 gegründete Schweizer Startup Imverse hat eine Finanzierungsrunde über 4,6 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wurde die Runde laut einer Mitteilung von Ariel Lüdis "Hammer Team", ebenfalls beteiligt haben sich HTC und Logitech.
Das Imverse-Team hat eine proprietäre Voxel-Grafik-Engine (volumetrische Pixel) entwickelt, die in der Lage sei, mehrere Hologramme in Echtzeit zu erfassen, zu rendern und zu streamen. Das Ganze sei ohne Industriekameras oder leistungsstarke PC-Hardware möglich.
"Damit das Metaverse Realität werden kann, müssen wir eine Reihe von technischen Hürden überwinden. Eine der grössten Herausforderungen besteht darin, die Produktion von 3D-Inhalten erschwinglich und für normale Verbraucher und Unternehmen zugänglich zu machen", sagt Javier Bello Ruiz, Mitgründer und CEO von Imverse. Um die Voxel-Technologie nutzen zu können, würden Anwender lediglich ein paar Kinect-Kameras und einen PC benötigen. "Unsere Technologie erledigt den Rest", ergänzt der Startup-CEO.
Als Use Cases für seine Technologie nennt das Genfer Jungunternehmen 3D-Videokonferenzen, das Streaming auf beispielsweise Facebook und Youtube mit visuellen 3D-Effekten oder die gemeinsame Arbeit an interaktiven 3D-Inhalten – "Holoportationen" – in Echtzeit.
Im vergangenen Jahr habe das Imverse-Team seine Aktivitäten in Frankreich ausweitet und eine Reihe von Partnerschaften mit Technologiefirmen weltweit geschlossen, heisst es weiter. Das neue Geld solle nun für die Weiterentwicklung der Plattform und den Ausbau des Teams verwendet werden. Ziel sei, die Produkte weltweit zu vertreiben.

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