Schweizer Fussballverband setzt auf Datenanalysen

24. Oktober 2022, 13:52
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Foto: Jannes Glas / Unsplash

Sämtliche digitalen Informationen von Vereinen, Teams und Mitgliedern sollen in Zukunft in einem zentralen Data Warehouse gespeichert und abgerufen werden können.

Der Schweizerische Fussballverband (SFV) will künftig vermehrt auf zentrale Datenanalysen setzen. Damit will sich der Verband an der europäischen Spitze etablieren, die Ausbildung optimieren und das Training des Nachwuchses ideal fördern. Dafür sei eine zentrale Auswertung von grossen Daten­mengen nötig, heisst es in einer Mitteilung. Der Dachverband des nationalen Fussballs hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, möglichst viele der vorhandenen Informationen zu analysieren und zu interpretieren.
Die Daten von rund 1400 Vereinen, 14'200 Teams und 310'000 Mitgliedern sollen künftig in einem zentralen Data Warehouse gespeichert werden. "Wir wollen die vielen in den vorhandenen Daten brach liegenden Informationen besser nutzen und bei der strategischen Zielerreichung unterstützen – selbstverständlich immer mit Blick auf die Möglichkeiten, die der Datenschutz zulässt", sagt Martin von Schroeder, Direktor Digital Services beim SFV.
Zusammen mit seinem Team konnte er die Geschäftsleitung des Verbandes mit einem Pilotprojekt davon überzeugen, dass mit den Daten ein Mehrwert für den nationalen Fussball geschaffen werden könne. So wurde ein Data Warehouse für den Machbarkeitsnachweis gebaut, welches nun in den produktiven Betrieb überführt wurde. Zusätzlich sei eine neue Stelle für eine Fachperson im Bereich Business Intelligence geschaffen worden.

Basisarbeit erledigt

Der SFV habe bereits früher Daten gesammelt, diese aber nur teilweise und sporadisch analysiert. Geschehen sei dies vor allem auf Anfragen einzelner Abteilungen, Ressorts oder Verantwortlichen. Die Verschiedenen Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungen seien nie klar definiert gewesen und auch ein strategisches Konzept zur Analyse der Informationen habe gefehlt, heisst es in der Mitteilung weiter. Die neue erarbeitete BI-Strategie soll nun als Basis für künftige Umsetzungsmassnahmen dienen.
"Wir konnten mit dem System aus den Daten erste Analyse-Reports erstellen. Die Basisarbeit ist gemacht", so von Schroeder. "Nun gilt es, strukturiert aus dem Data Warehouse Kennzahlen für Datenanalysen bereitzustellen und so den Schweizer Fussball weiterzubringen."

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