Schweizer Heimelektronikmarkt schwächt sich wieder ab

8. März 2022, 13:59
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Foto: Mohammadreza alidoost / Unsplash

Insgesamt war es zwar nochmal ein Rekordjahr, aber in der zweiten Jahreshälfte sanken die Umsätze wieder in Richtung Vor-Pandemie-Niveau.

Laut Zahlen des Marktforschungs­instituts GfK hat der Schweizer Heimelektronikmarkt 2021 ein Volumen von 5,6 Milliarden Franken erreicht, was einem Wachstum von 0,5% gegenüber 2020 entspricht. Obwohl das Marktvolumen schon 2020 sehr stark auf ein neues Rekordniveau gestiegen war, geht also auch 2021 als neues Rekordjahr in die Geschichte ein.
Allerdings flaute der Markt laut GfK 2021 nach einem "fulminanten Jahresstart", der im ersten Trimester gegenüber dem Vorjahr noch zu einer weiteren Steigerung des Umsatzes um 18% führte, deutlich ab. Danach waren die Umsätze in der Schweiz nicht mehr so hoch wie 2020, als vor allem Homeoffice-Equipment die Nachfrage bestimmte. Im wichtigen 4. Quartal gab es sogar ein deutliches Minus von 8%.
GfK führt dies vor allem auf die allgegenwärtigen Lieferschwierigkeiten zurück, die dazu führten, dass gerade im 4. Quartal relativ wenige attraktive neue Modelle die Kauflust der Konsumenten schürten. Unserer Meinung nach dürfte aber auch ein Rückgang der Nachfrage eine Rolle gespielt haben. Schliesslich sind viele der 2020 und Anfang 2021 angeschafften Devices noch sehr neu.

Stagnation im IT-Bereich

Der grösste Teilbereich ist laut GfK weiterhin IT-Ausrüstung und Büromaterial für zu Hause. In diesem Bereich sank der Umsatz aber im Vergleich zum Vorjahr um 2,2% auf 2,377 Milliarden Franken. Gemäss den Zahlen schrumpfte dabei insbesondere der Umsatz mit Laptops und anderen Computern, während das Marktvolumen für Peripherie wie Monitore, Webcams, Headsets, Mäuse und Tastaturen weiter stieg.
Ein Wachstum um 7,8% auf rund 1,5 Milliarden Franken verzeichnete GfK dagegen für den Markt für "offene" Kommunikationsprodukte. Zu diesem Markt gehören unter anderem Smartphones und andere Telefone, Smartwatches, andere Wearables und Kopfhörer, sofern sie nicht von Telcos verkauft werden.
Im Markt für Unterhaltungselektronik registrierte GfK einen Umsatzrückgang um 2,8% auf 1,155 Milliarden Franken.

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