Softwareone erhält an einem Tag 2 Freihänder für fast 14 Millionen Franken

30. September 2022, 13:06
image
Foto: zVg

Der Stanser IT-Dienstleister ist bei Swissgrid Reseller für Standardsoftware und kann fürs Stadtzürcher OIZ die Lizenzen für die Microsoft-EDR-Lösung liefern. Dafür kassiert Softwareone Millionen.

Gleich 2 Freihänder sind gemäss Simap heute an Softwareone gegangen. Zum einen hat Swissgrid unter einem ausdrücklich als "Kostendach" definierten Betrag von 8 Millionen Franken die Stanser Lizenzspezialisten als "Large Account Reseller für Standardsoftware" gewählt. Softwareone übernehme "die Abwicklung von Wartungsverlängerungen, Beschaffung von Standardsoftwarelizenzen sowie Beratung hinsichtlich Lizenzoptimierung", heisst es in dem Zuschlag. Die freihändige Vergabe wird damit begründet, dass der Wechsel zu einem anderen Lieferanten zu teuer wäre.
Etwas anders argumentiert das OIZ der Stadt Zürich bei seinem 5,4 Millionen Franken schweren Freihandzuschlag an Softwareone. Dort beruft man sich auf "technische Besonderheiten". Dabei geht es diesmal um eine EDR-Lösung (Endpoint Detection and Response), die ein wichtiger Baustein bei der Abwehr von Cyber-Attacken und Schutz vor bösartiger Software sei, wie es auf Simap heisst. Hierfür beschafft das OIZ nun eine Microsoft-EDR-Lösung. Da bereits 2015 im Rahmen einer Ausschreibung die Lieferung von Microsoft Lizenzen an die Stanser gegangen sei, kommen sie nun auch bei diesem Auftrag zum Zuge.

Loading

Mehr zum Thema

image

Beschaffung des Aargauer Serviceportal war rechtswidrig

Weil die Vergabe freihändig erfolgt ist, muss eine neue Ausschreibung getätigt werden. Dies hat das Verwaltungsgericht Aargau entschieden.

publiziert am 1.12.2022
image

Ob- und Nidwalden erhalten gemeinsame Informatikstrategie

Beide Kantonsparlamente stimmen einer IT-Zusammenarbeit zu. Das E-Government soll ausgebaut werden.

publiziert am 1.12.2022
image

Neues digitales Organspenderegister soll 2025 kommen

Das BAG prüft in einer internen Studie verschiedene Umsetzungsvarianten eines neuen digitalen Organspenderegisters – mit und ohne staatliche E-ID.

publiziert am 30.11.2022 2
image

Datenschutzbedenken wegen M365: Microsoft wehrt sich heftig

In Deutschland, Frankreich und der Schweiz stehen M365-Anwendungen in der Kritik der Datenschützer. Microsoft erklärt, die Bedenken seien "dogmatischer Selbstzweck".

publiziert am 30.11.2022 1