Der Lizenzhändler Softwareone hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Wie der Anbieter mitteilte, wuchs zwar der Umsatz leicht um 0,6% auf 1,02 Milliarden Franken. Jedoch sank der bereinigte Jahresgewinn um 33% auf 73,0 Millionen Franken. Nach den Rechnungslegungsvorschriften IFRS ergab sich ein Verlust von 1,6 Millionen, im Vergleich zu einem Vorjahresgewinn von 21,4 Millionen Franken.
Das Ergebnis kommentierte CEO Raphael Erb laut der Mitteilung mit den Worten: "Im Jahr 2024 wurde unsere Geschäftsentwicklung durch anhaltende Unsicherheit im wirtschaftlichen Umfeld beeinträchtigt, was zu einem verhaltenen Abschluss des vierten Quartals in Schlüsselmärkten wie der DACH-Region führte." Zudem habe Softwareone in der zweiten Jahreshälfte mit Herausforderungen bei der Einführung des neuen Go-to-Market-Modells zu kämpfen gehabt.
Die Markteinführungsprobleme wurden im November vergangenen Jahres bereits adressiert, führt Erb aus. Die betroffenen Länder zeigten bereits erste Anzeichen einer verbesserten Vertriebsproduktivität und einer neuen Vertriebspipeline.
Als zweite Massnahme sei ein Kostensenkungsprogramm zügig umgesetzt worden, doppelt Erb nach. Unter anderem wurden Managementebenen reduziert, um die Mitarbeitenden an der Kundenfront zu stärken. So konnten angestrebte Einsparungen früher als geplant erreicht werden, bilanziert der CEO. Nicht zuletzt seien in mehreren Regionen erfahrene Führungskräfte ernannt worden, um Veränderungen voranzutreiben.
Neuer Regional President für DACH
Eine der neuen Führungskräfte ist Patrick Kägi, den Softwareone gemäss einer weiteren Mitteilung zum Regional President für die DACH-Region ernannt hat. Kägi sei seit fast 15 Jahren im Unternehmen tätig, unter anderem als Head Enterprise und Corporate Sales in der Schweiz, Corporate Sales Leader DACH und Regional Business Manager in APAC.
CEO Erb kommentiert die Beförderung von Kägi mit den Worten: "Ich freue mich auf die enge Zusammenarbeit mit ihm, um unsere starke Position und unsere Kundenbeziehungen in diesem strategisch wichtigen Markt weiter auszubauen." Gleichzeitig danke er Kägis Vorgänger Stephan Timme für seine Arbeit.