St. Gallen beschafft Datenmanagementsystem für 37 Millionen Franken

20. Dezember 2022, 12:35
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Foto: Nadine Marfurt / Unsplash

Abraxas soll ein "Datenmanagement für Einwohnende" und ein "Personen­register" entwickeln. Damit will der Kanton die Digitalisierung vorantreiben.

Der Kanton und die St.Galler Gemeinden werden in Zukunft Personendaten mit einem einheitlichen Datenmanagementsystem verwalten. Dies geht aus einer Ausschreibung auf der Beschaffungsplattform Simap hervor. Dort hat "eGovernment St.Gallen digital" den Zuschlag über 37 Millionen Franken für eine entsprechende Lösung an Abraxas erteilt.
Das St. Galler IT-Unternehmen soll die ausgeschriebenen Services "Daten­management für Einwohnende" und "Personenregister" entwickeln. Dazu übernimmt Abraxas sowohl die Konzeption, Realisierung und Einführung der Services als auch das Servicemanagement für den Betrieb und die Weiter­ent­wicklung.
Mit diesem Entscheid werde die Digitalisierung des Kantons und der Ge­mein­den vorangetrieben, schreibt die Staatskanzlei in einer Mitteilung. So sollen digitale Dienstleistungen der öffentlichen Stellen für die Bevölkerung und Unternehmen in Zukunft noch "einfacher, effizienter, sicherer und trans­pa­renter" gestaltet werden.
Bei der Ausschreibung sind insgesamt 4 Angebote von 2 Anbietern ein­ge­gangen. Dass der Zuschlag an Abraxas ging, wird mit dem Preis begründet: Die Angebote der anderen Anbieter hätten zwar bei den übrigen Zuschlags­kriterien gleichwertig oder besser abgeschnitten, der tiefe Preis sei schlussendlich jedoch ausschlaggebend gewesen, steht auf Simap.ch.
Die Projektkosten bei einer Laufzeit von 10 Jahren betragen rund 4,5 Millionen Franken. Hinzu kommen jährlich rund 3,2 Millionen Franken Betriebskosten. Mit den einheitlichen Prozessen sollen die Gemeinden in Zukunft aber jährlich zwischen 500'000 und 600'000 Franken einsparen können, schreibt der Kanton.

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