Stadt Zürich investiert fast 9 Millionen mehr in ihre IT

27. September 2022, 13:49
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Foto: Henrique Ferreira / Unsplash

In der Stadt Zürich erwartet man Mehraufwand im Bereich "Organisation und Informatik". Vor allem in den Bereich der IT-Sicherheit und im Personalbereich wird mehr investiert.

Die Stadt Zürich erhöht das Budget ihrer IT-Abteilung "Organisation und Informatik" (OIZ) für das Jahr 2023 um 8,8 Millionen Franken (Differenz Aufwand und Ertrag). Es steigt von 97 Millionen Franken im Jahr 2022 auf 106 Millionen für das Jahr 2023. Insbesondere im Bereich IT-Sicherheit und im Personalbereich ist mit mehr Aufwand zu rechnen, wie der Stadtrat in seinem Budget-Bericht schreibt.

Fachkräftemangel kostet 105'000 Franken

Die Stadt Zürich erhöht ihren Personalaufwand für das Jahr 2023 von 56 Millionen Franken auf 58 Millionen Franken. Das Budget in diesem Bereich steige nicht nur aufgrund von höheren Lohnkosten, sondern auch wegen 7,2 neu bewilligten oder übertragenen Stellen im Bereich der IT-Sicherheit und im SAP-Umfeld. Ausserdem sollen per 1.1.2023 3 befristete Stellen für die technisch bedingte Erneuerung der FRL-Systeme (Finanzen, Rechnungslegung und Logistik) besetzt werden.
Der Bericht zeigt auch: Aufgrund des Fachkräftemangels im IT-Umfeld ist mit höheren Ausgaben für Personalwerbung zu rechnen. Fachleute mit Spezialprofilen könne man im aktuellen Marktumfeld oft nur über Stellenvermittler finden, heisst es Dokument weiter. Die Ausgaben erhöhen sich deshalb um 105'000 Franken.

Mehrbedarf in Sachen IT-Sicherheit

Weiter investiert die Stadt Zürich noch mehr in die IT-Sicherheit. In diesem Bereich entstehe ein Mehrbedarf bei Cyber-Security- und Identity- und Access-Management-Projekten. Für die im Cyber-Security-Umfeld aufgebaute Infrastruktur für den erweiterten Schutz der Backups vor Ransomware fallen zudem neue Wartungskosten an: Hier erhöht die Stadt um 435'000 Franken.
Im Rahmen der Weiterentwicklung des städtischen IT-Büro-Arbeitsplatzes (SIBAP) werden schrittweise auch weitere Cloud-Services eingesetzt. Sowohl im SAP-Umfeld als auch bei der Schul-Informatik kommen vermehrt Cloud-Services zur Anwendung. So soll auch hier kräftig aufgestockt werden: Von 13 Millionen Franken im Jahr 2022 auf 21 Millionen Franken für das nächste Jahr.

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