STMicro will mit Global­foundries eine Chipfabrik in Frankreich bauen

11. Juli 2022, 12:01
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Illustration: STMicroelectronics und Globalfoundries

Mit Globalfoundries will der in Genf ansässige Hersteller bei Grenoble Chips für die Automobil­branche sowie für Industrie- und IoT-Anwendungen produzieren.

Die Chiphersteller STMicroelectronics (STM) und Globalfoundries (GF) haben eine Absichtserklärung für eine gemeinsame Investition in eine neue Halbleiterfabrik in Frankreich unterzeichnet. Die Anlage soll laut einer Mitteilung neben einem bestehenden Werk von STM im französischen Crolles nahe Grenoble errichtet werden. 2026 soll die volle Kapazität erreicht sein, die eine Produktion von bis zu 620'000 Wafern ermöglichen soll.
Neben Frankreich produziert STM mit Verwaltungssitz in der Schweiz auch in Italien sowie Singapur.
STM und GF seien bestrebt, Kapazitäten für ihren europäischen und globalen Kundenstamm aufzubauen, heisst es in der gemeinsamen Mitteilung. Die neue Anlage werde mehrere Technologien unterstützen und unter anderem die Bereiche Automotive, IoT und Mobile bedienen.
Das Ziel, die Chip-Produktion in Europa zu steigern, wird auch von der EU gefördert. Im Rahmen des Chip-Acts will die EU 40 Milliarden Euro in die Errichtung neuer Produktionsanlagen sowie R&D investieren. Ähnlich wie die USA will Europa so seine Abhängigkeit von asiatischen Zulieferern verringern.
Unklar ist, wie stark die neue Anlage von Frankreich oder der EU subventioniert wird. In ihrer Mitteilung machen die beiden Unternehmen keine Angaben zur Höhe ihrer Investitionen. Gegenüber 'Reuters' sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person, dass sich das Gesamtinvestment auf rund 5,7 Milliarden Dollar belaufen würde.

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