Sunrise UPC: Mehr Umsatz, weniger Gewinn

18. Februar 2022, 08:53
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André Krause ist seit Ende 2020 Chief Executive Officer des kombinierten Unternehmens Sunrise UPC.

Im ersten Geschäftsjahr nach der Fusion hat Sunrise UPC 3 Milliarden Franken umgesetzt.

UPC-Besitzer Liberty Global hatte die Übernahme von Sunrise im November 2020 abgeschlossen. Der zweitgrösste Telekom-Konzern der Schweiz wurde damals mit einem Unternehmenswert von 6,8 Milliarden Franken bewertet.
Jetzt hat das fusionierte Unternehmen Sunrise UPC erstmals seine Geschäftszahlen präsentiert: Der Umsatz betrug 3,04 Milliarden Franken, was eine Zunahme von 0,5% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank indes um 1,8% auf 1,1 Milliarden Franken, so der Telekomanbieter.

Fusionskosten von rund 150 Millionen Franken

Auf den Gewinn gedrückt haben die Kosten für die Fusion, die das Unternehmen Mitte vergangenes auf 150 Millionen Franken bezifferte. Darin eingerechnet waren Aufwendungen für den Stellenabbau von rund 600 Jobs, der bis Ende 2022 vollzogen werden soll.
Trotzdem zeigte sich Konzernchef André Krause mit dem ersten konsolidierten Geschäftsjahr zufrieden: "2021 ist es uns trotz Pandemie, Integration und intensivem Wettbewerb gelungen, unseren operativen und finanziellen Erfolg auszubauen." Mit neuen Angeboten habe Sunrise UPC Marktanteile signifikant steigern können. Er blicke zuversichtlich auf das Geschäftsjahr 2022.
Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen mit einem stabilen bis moderat wachsendem Umsatz, wie der Mutterkonzern Liberty Global seinerseits bekannt gab. Beim EBITDA erwarte man eine stabile Entwicklung.

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