Sunrise wächst dank B2B und Mobile

2. November 2022 um 10:31
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André Krause, CEO von Sunrise.

Der Geschäftskunden- und Wholesale-Bereich des Telcos ist um 12,3% gewachsen. Im Privatkundensegment belastet der anhaltende Preisdruck.

Das Telekomunternehmen Sunrise hat die Ergebnisse für das 3. Quartal 2022 vorgelegt. Das Unternehmen habe "weiterhin gute Ergebnisse mit starken Umsätzen" erzielt und dies in einem "nach wie vor umkämpften Marktumfeld", kommentiert Sunrise-CEO André Krause das Ergebnis.
Insgesamt ist der Umsatz des Telcos im Jahresvergleich um 1,5% auf 763,7 Millionen Franken gestiegen. Gestützt worden sei das Wachstum insbesondere durch die Segmente Geschäftskunden und Wholesale, schreibt das Unternehmen. Für das B2B-Business weist Sunrise einen Umsatz von 144,2 Millionen Franken (+12,3%) aus. Man habe zahlreiche neue Verträge sowie Verlängerungen beziehungsweise Upgrades bestehender Mandate wie zum Beispiel Swissgrid verbuchen können, so das Unternehmen.
Rückläufig war das Festnetz-Privatkundensegment inklusive Internet, Telefonie und TV. Der Umsatz ging in diesem Bereich um 4,7% auf 319,3 Millionen zurück. Im Jahresvergleich um 3,3% gestiegen ist hingegen das Mobile-Privatkundengeschäft. Der Umsatz belief sich auf 319,3 Millionen Franken. Eine starke Dynamik habe es mit Yallo gegeben, schreibt Sunrise.
Der Gewinn auf Stufe EBITDA ist um 2,3% auf 292,1 Millionen Franken gesunken. Der Rückgang sei auf den geringeren durchschnittlichen Umsatz pro Kunde im Festnetzgeschäft durch Abo-Verluste und Investitionen in die Marke Yallo sowie auf Digitalisierungsprojekte zurückzuführen, erklärt das Unternehmen.
Sunrise sei im Vorjahresquartal bei den Marketingausgaben zurückhaltend gewesen, sagte Krause. Die Profitabilität habe nicht nachhaltig gelitten. "Uns gelingt es nach wie vor, Marktanteile zu gewinnen. Unter dem Strich hatten wir wieder ein gutes Quartal", so der CEO.

Geschäftskunden auch bei Swisscom Wachstumstreiber

Ende Oktober hat auch der Branchenprimus Swisscom seinen Zwischenbericht vorgelegt. Die Situation ist ähnlich: Die Einnahmen mit Festnetz- und TV-Anschlüssen gehen leicht zurück. Auch Swisscom spricht von einem anhaltenden Wettbewerbs- und Preisdruck, der zu einem Umsatzrückgang bei den Telekomdiensten führe.
Der Nettoumsatz von Swisscom Schweiz blieb mit einem Plus von 0,5% stabil. Bei den Business Customers kann das Unternehmen ein Plus von 3% ausweisen. Insbesondere das Lösungsgeschäft mit Geschäftskunden sei gewachsen, heisst es vom Telco. Ein Teil dieses Anstiegs sei auf die Akquisition der in der Deutschschweiz und im Fürstentum Liechtenstein tätigen Gesellschaften der MTF-Gruppe zurückzuführen.
Im Wholesale-Geschäft meldet Swisscom für das dritte Quartal einen Rückgang von 1,2%. In den 9 Monaten bis Ende September 2022 ging das Wholesale-Geschäft um 7,6% zurück. Der Rückgang resultiere aus dem Wegfall von Umsätzen, die von UPC nach der Übernahme von Sunrise nicht mehr nachgefragt werden, heisst es im Geschäftsbereich.

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