T-Systems Alpine wird aufgelöst

3. Januar 2023, 08:01
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Thomas Reitze,

Die Schweiz wird wieder zur eigenständigen Landesgesellschaft, die weiterhin von Thomas Reitze geführt wird. Inside-it.ch hat mit ihm über die Pläne gesprochen.

Seit Januar 2020 sind T-Systems Schweiz und Österreich gemeinsam als Alpine-Region aufgetreten. Das war einmal: Zum 1. Januar 2023 wird das Konstrukt aufgehoben und die beiden Länder treten fortan wieder als eigenständige Gesellschaften auf.
"Wir haben die gesetzten Synergieziele als Alpine-Region nicht in dem Masse erreicht, wie wir es uns erhofft haben", erklärt Thomas Reitze, dessen Titel neu Managing Director statt wie bisher Geschäftsführer lautet. Sein bisheriger Chef, Peter Lenz, übernimmt wieder die Geschäfte in Österreich, die er bereits vor dem Alpine-Zusammenschluss geführt hatte. Reitze berichtet neu an Björn Weidenmüller, der bei T-Systems alle Länder ausser Deutschland unter sich hat.

Bessere Wirkung auf dem Markt

Trotz des nun geringeren Einflussbereiches von Lenz sei die Initiative, Alpine aufzuheben, von beiden Ländern ausgegangen, sagt Reitze im Interview. Die ersten Gespräche hätten bereits Anfang 2022 stattgefunden, der finale Entscheid wurde "im November in Bonn" gefällt. Seitdem arbeite man am "Swiss Way", so Reitze.
Von der neu wieder alleinstehenden Organisation verspricht sich Reitze eine "bessere Wirkung auf dem Markt". Er erhofft sich vor allem im Digitalgeschäft Wachstumsmöglichkeiten, "zweistellig", wie er sagt. Dort seien die Margen zu holen. Im Cloud-Business sei das Wachstum nicht in dieser Währung zu erwarten, sondern höchstens im einstelligen Prozentbereich. Auch punkto M&A sei nun aber "etwas möglich". Besonders wenn Firmen "Assets" haben, sagt Reitze und meint entweder gute Software-Lösungen, gute Leute oder gute Kunden – oder am besten alles zusammen.

Betrieb wird laufend optimiert

In der Pressemitteilung schreibt T-Systems, dass "sich für bestehende Schweizer Kunden mit der Neuorganisation als T-Systems Schweiz nichts ändert". Im Gespräch wird aber deutlich, dass intern ein anderer Wind wehen wird. "Wir wollen noch ein paar Schippen drauflegen." Und noch gebe es Rollen, die Auslaufmodelle seien, sagt Reitze.
"Der Betrieb wird laufend optimiert." Auf die Nachfrage, ob das Entlassungen bedeutet, meint Reitze, es sei schon im Jahr 2022 viel passiert und die Modernisierung sei abgeschlossen. "Ziel war nicht, den Headcount zu reduzieren", aber es seien Verschiebungen gemacht worden.

Zusammenarbeit mit Hyperscalern ausweiten

Und man habe auch eingestellt: "Wir haben 2 neue Stellen fürs Partnermanagement geschaffen und derzeit noch 50 offene Stellen ausgeschrieben." Diese sollen die Partnerschaften mit den Hyperscalern intensivieren und pflegen. Es gehe darum, das Beste aus zwei Welten zu bieten: Cloud-Services von T-Systems und Infrastruktur der Hyperscaler.
Eine weitere offene Stelle betrifft auch die Geschäftsleitung: Weil die länderübergreifenden Funktionen abgeschafft werden, sucht T-Systems-Schweiz noch eine HR-Leitung, welche die Geschäftsleitung komplettiert. In dieser sitzen heute Reitze selbst, Michel Grandchamp (CFO), Frank Schumacher (Head of Sales), Thorsten Bolz (Head of Portfolio Unit Cloud Services) und Annette Meschede (Head of Portfolio Unit Digital Solutions & SAP-Systemintegration).
T-Systems Schweiz zählt aktuell rund 500 Mitarbeitende, die sich auf die Standorte Zollikofen (300), Zürich Glattpark-Opfikon (150), Kreuzlingen (25) und Basel (30) verteilen.

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