Tech-Lieferkette: Nun sorgt auch noch die Hitzewelle für Probleme

16. August 2022, 13:32
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Ein Markt in Chengdu. Dort werden in den nächsten Tagen 41 Grad erwartet. Foto: Ulrich und Mareli Aspeling / Unsplash

Einige Laptop- und Lithium-Produktionsstätten in China könnten zeitweise nicht mehr mit Strom versorgt werden.

Nicht nur Europa und die USA, auch China wird gegenwärtig von einer grossen Hitzewelle heimgesucht. In der Provinz Sichuan sorgen sich die Behörden nun über die Stromversorgung und haben Stromunterbrechungen angekündigt. Dabei werden Bürger und Bürgerinnen gegenüber der Industrie priorisiert, wie 'The Register' berichtet.
Die Produktion von in der Provinz angesiedelten Fertigungsstätten für Laptops würde daher teilweise stillstehen. Auch Hersteller von Lithium-Batterien seien betroffen. In der Region haben unter anderem Foxconn, Quanta, Compal und Inventec Fabriken.

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Grafik: Wetteronline.ch
In Sichuan befindet sich unter anderem die 21-Millionen-Einwohner-Stadt Chengdu. Für den morgigen 17. August sind dort 38 Grad prognostiziert, über das Wochenende sollen 41 Grad erreicht werden.
Der Grund für die Stromknappheit ist laut 'The Register' einerseits der erhöhte Stromverbrauch der Klimaanlagen während der Hitzewelle. Gleichzeitig verringere die Wasserknappheit die Produktion der Wasserkraftwerke, die rund 80% des in der Provinz benötigten Stroms liefern.
Nach Covid sorgt nun also die Hitze für Produktionsunterbrüche in China. Das könnte weitere Verzögerungen in der ICT-Lieferkette verursachen, insbesondere wenn sich die Situation noch länger hinzieht oder die Behörden weiterer Regionen ebenfalls den Strom rationieren müssen.

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