Tragen wir bald Augmented-Reality-Kontaktlinsen?

4. Juli 2022, 13:26
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Drew Perkins testet eine Mojo Lens. Foto: Mojo Vision

Ein US-Startup hat einen funktionsfähigen Prototyp des AR-Wearables entwickelt.

Das 2015 gegründete US-Unternehmen Mojo Vision erklärt, eine funktionsfähige Augmented-Reality-Kontaktlinse entwickelt zu haben. Wie eine Augmented-Reality-Brille kann die "Mojo Lens" von Computern generierte Grafiken über das blenden, was eine Person sieht.
Der Kern der Mojo-Vision-Linse, erklärt CEO Drew Perkins in einem Blogpost, sei ein LED-Display mit lediglich einem halben Millimeter Durchmesser und einer Auflösung von 14'000 Pixel pro Zoll. Mit einer Pixelgrösse von 1,8 Mikron sei es das kleinste und dichteste Display, das je zur dynamischen Anzeige von Inhalten kreiert wurde, so Perkins.
Hinzu kommen weitere hoch miniaturisierte Komponenten wie ein Arm M0-Mikro-Prozessor und winzige Batterien. Um die Stromversorgung zu regeln hat Mojo Vision einen eigenen Power-Management-Chip entwickelt. Auch ein Magnetometer, ein Beschleunigungsmesser und ein Gyroskop zur Bestimmung der Augenstellung sind in die Linse integriert.

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Foto: Mojo Vision

Den eigentlichen Hauptprozessor des Systems konnte Mojo Vision aber nicht in die Linse selbst integrieren. Er sitzt in einem Mini-PC in einer Art Halsband und kommuniziert drahtlos mit den Linsen und anderen Computern.
Gesteuert werden die von der Linse gezeigten Inhalte hauptsächlich über Augenbewegungen. Daneben gibt es auch eine Sprachsteuerung.
Die erste Testperson war anscheinend CEO Perkins selbst. Dabei zeigte ihm die Linse unter anderem einen Kompass sowie einen Teleprompter mit einem Text, den er beispielsweise für eine Rede hätte verwenden können. In einem Interview mit 'Cnet' erklärte er, dass er jeweils eine Linse für je eine Stunde getragen habe. Das Ziel seien aber trotzdem, dass Anwender die Linsen in beiden Augen tragen, um so auch virtuelle 3D-Objekte zeigen zu können.

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Foto: Mojo Vision
Ob und wann diese Kontaktlinsen auf den Markt kommen könnten, ist noch nicht klar. Als nächstes, so Perkins, soll nun in mehreren klinischen Tests die Tauglichkeit der Linse geprüft werden. Danach will das Unternehmen Partner und Investoren suchen, um seine Augmented-Reality-Kontaktlinsen weiterzuentwickeln und letztendlich auf den Markt zu bringen.

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