Trotz Sanktionen: Huawei setzt weiter auf den Smartphone-Markt

28. Februar 2022, 08:46
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Foto: Mark Chan / Unsplash

Der Konzern will auch weiter den europäischen Markt bedienen, wie er am Mobile World Congress erklärte. Man arbeite an einer eigenen 5G-Lösung.

Der chinesische Huawei-Konzern hält trotz der für ihn verheerenden Folgen von US-Sanktionen an seinem Smartphone-Geschäft fest. "Wir werden weiterhin neue Smartphones in europäische Märkte bringen", sagte Westeuropa-Chef William Tian am Sonntag am Rande der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona. Huawei war einst die Nummer zwei im Smartphone-Geschäft. Der Marktanteil schrumpfte jedoch als Folge der Sanktionen insbesondere im Westen drastisch.
Das liegt unter anderem daran, dass Huawei keine Telefone mit Google-Diensten und 5G liefern kann. An einer eigenen 5G-Lösung werde gearbeitet, sagte Tian – und argumentierte zugleich, dass auch Huaweis 4G-Smartphones für den Alltag ausreichten. Durch das Fehlen der Google-Dienste musste Huawei unter anderem eine eigene Plattform zum App-Download aufbauen.
In Barcelona stellte Huawei den Plan vor, mit dem Zusammenspiel verschiedener Geräte im Geschäft mit Unternehmen zu punkten. Der Konzern enthüllte neue Modelle von Notebooks, Tablets, einen Desktop-Rechner sowie einen E-Ink-Reader und einen Laser-Drucker.
Bei Huawei klafft durch die Sanktionen aber eine Lücke in dem Konzept, wenn es um Smartphones geht. Westeuropa-Chef Tian spielte die Konsequenzen für das Geschäft mit Unternehmen herunter, weil dort Laptops im Mittelpunkt stünden.

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