Twint wird präsenter in Deutschland und Österreich

10. Juni 2022, 14:30
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Foto: Julian / Unsplash

Sogar über den DACH-Raum hinaus soll die Bezahlmethode besser nutzbar werden, erhofft sich die Vereinigung EMPSA.

Twint und Bluecode geben bekannt, dass sie zukünftig interoperabel sind. Bluecode ist eine deutsch-österreichische Payment-App und hat kürzlich den ehemaligen Twint-CFO Anton Stadelmann zum CEO ernannt.
Bluecode-Nutzer würden künftig an jedem "Point of Sale" mit einer entsprechenden App bezahlen können, während Twint-User in Österreich und Deutschland die Twint-App für Zahlungen nutzen können, heisst es weiter. Dadurch seien die beiden Apps "die ersten mobilen Zahlungssysteme, die miteinander interoperabel sind".
Die Interoperabilität basiere auf den Spezifikationen der European Mobile Payments System Association (EMPSA) mit Sitz in Zürich und funktioniere bereits seit Januar 2022 auf einer "Friends-and-Family"-Basis, so die Mitteilung. Bluecode und Twint hätten Banking Circle mit Hauptsitz in Luxemburg als "zentrale Drehscheibe für Devisen und Abrechnungen" beauftragt. EMPSA hatte im Juli 2021 erstmals angekündigt, dass eine grenzübergreifende Nutzung von Twint angestrebt werde.
Die EMPSA schreibt, mit einem in vier Ländern unterzeichneten "Memorandum über einen Machbarkeitsnachweis für die Interoperabilität" würden neue Korridore für die Benutzer und Benutzerinnen eröffnet. Diese könnten sich in einem "kombinierten Händlernetz in Deutschland, der Schweiz und Österreich frei bewegen".
Gleichzeitig würden Mobilepay in Dänemark, Vipps in Norwegen und Swish in Schweden einen ähnlichen Korridor vorbereiten, der noch im Jahr 2022 eröffnet werden soll. "Alle genannten Initiativen basieren auf Vorbereitungen der EMPSA, um die Kompatibilität sicherzustellen und die allgemeine Interoperabilität mobiler Zahlungssysteme in Europa vorzubereiten", heisst es weiter.

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