UBS und CS in den USA wegen Messenger-Nutzung gebüsst

28. September 2022 um 07:58
image
Der Zürcher Paradeplatz. Foto: Claudio Schwarz / Unsplash

Weil sie die Kommunikation ihrer Angestellten über Whatsapp und Co. nicht korrekt archiviert hatten, zahlen die Grossbanken eine Millionenbusse.

Die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse müssen eine hohe Busse in den USA bezahlen. Die US-Börsenaufsicht SEC hat Anklage erhoben, weil die Banken und deren Angestellte es "versäumt haben, elektronische Kommunikation aufzubewahren und zu speichern", heisst es in einer Mitteilung.
Die US-Töchter von UBS und Credit Suisse müssen eine Strafe von je 125 Millionen Dollar zahlen.
Neben den beiden Schweizer Grossbanken wurde noch ein gutes Dutzend weiterer Institute gebüsst. Im Rahmen der Untersuchung der SEC wurden die persönlichen Geräte von Banken-Mitarbeitenden überprüft. In den Finanzhäusern habe es "eine weit verbreitete Kommunikation ausserhalb der offiziellen Kanäle" gegeben, schreibt die Behörde.
Geschäftliche Angelegenheiten seien mithilfe von Messenging-Apps wie zum Beispiel Whatsapp auf persönlichen Geräten besprochen worden. Diese Kommunikation sei von den Banken nicht aufbewahrt worden, was ein Verstoss gegen die Bundeswertpapiergesetze darstellt, so die SEC. Dies sei bei Mitarbeitenden auf verschiedenen Stufen vorgekommen, darunter auch leitende Angestellte und Vorgesetzte.
Die Institute hätten eingeräumt, dass ihr Verhalten gegen die Aufzeichnungsbestimmungen der Bundeswertpapiergesetze verstosse. Zusammen zahlen sie über 1,1 Milliarden Dollar Strafgelder. Ausserdem müssen sie die Umsetzung der Compliance-Richtlinien überprüfen und verbessern.

Loading

Mehr zum Thema

image

Frauenfeld ebnet den Weg für die IT-Auslagerung

Ohne Gegenstimme bewilligt das Stadtparlament das Outsourcing. Der Auftrag wurde bereits an Abraxas vergeben.

publiziert am 23.2.2024
image

Apple verteidigt sich gegen Vorwürfe der EU

Dem Konzern droht ein Bussgeld von 500 Millionen Euro. Es geht um mögliche Verstösse im Musikstreaming-Markt und den Streit mit Spotify.

publiziert am 23.2.2024
image

Bis 2025: 40'000 Arbeitsplätze beim Bund werden auf M365 migriert

Nach Abschluss der ersten Pilotphase mit rund 130 Nutzerinnen und Nutzern folgt nun die zweite Pilotphase mit einer Einführung bei zwei Verwaltungseinheiten. Danach wird die ganze Bundesverwaltung migriert.

publiziert am 22.2.2024 4
image

Bern will Datenmanagement verbessern

Die Stadtregierung beantragt 1,4 Millionen Franken für das Programm "Data Excellence". Der digitale Service Public soll damit ausgebaut werden.

publiziert am 22.2.2024