UBS zielt mit IT-Offensive auf Millenials

1. Februar 2022, 10:26
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Foto: Claudio Schwarz / Unsplash

Die Grossbank will 10% ihres Ertrags in Technologie investieren. Damit sollen neue Kundensegmente erschlossen und Kosten eingespart werden.

Die UBS hat im 4. Quartal 2021 wegen zusätzlicher Rückstellungen für einen Steuerfall in Frankreich etwas weniger verdient als im Vorjahr. Um weiteres Wachstum sicherzustellen, will die Grossbank mehr Geld in Technologie stecken. Die UBS will künftig ein weltweit tätiger digitaler Vermögensverwalter sein.
Um das zu schaffen, will die UBS vor allem Technologie und Digitalisierung nutzen und damit insbesondere auch jüngere Kunden erreichen. "Wir expandieren in neue Kundensegmente, bauen neue Kompetenzen auf, erweitern unsere Präsenz und integrieren technologische Lösungen, um neue Wachstumsfelder zu erschliessen", so die Bank.
In diesem Zusammenhang hat die UBS jüngst das US-Unternehmen Wealthfront übernommen. Mit dieser hat die Bank Millenials und vermögende Anleger der "Generation Z" im Visier. Ausserhalb der USA will die UBS künftig ähnliche digitale Vermögensverwaltungs-Modelle anbieten.
Die Investitionen in Technologie sollen also beschleunigt werden. Man werde auch künftig rund 10 Prozent des Ertrags investieren, dabei aber die strategischen IT-Investitionen erhöhen. Das soll das Wachstum der Grossbank sichern und gleichzeitig die Kosten für die Kundenbetreuung senken.
Im vierten Quartal verdiente die grösste Schweizer Bank 1,35 Milliarden US-Dollar. Das sind zwar 18% weniger als im Vorjahr, aber auch deutlich mehr als Analysten erwartet hatten. Auf das ganze Jahr gesehen wurden die Werte des Jahres 2020 klar übertroffen. Unter dem Strich verdiente die Bank 7,46 Milliarden Dollar (+14%).
Grund für den Rückgang im vierten Quartal sind zusätzliche Rückstellungen für einen Prozess in Frankreich. Die UBS hat dafür weitere 740 Millionen Dollar zurückgestellt. Bisher standen hierfür nur 450 Millionen Euro in den Büchern.
Die Aktionäre sind aber begeistert von den heutigen News. Im frühen Handel legte die UBS-Aktie rund 6% zu.

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