US-Chipförderung: Das Geld beginnt zu fliessen

21. Februar 2024 um 11:36
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Illustration erstellt durch Inside IT mit Midjourney

Die ersten 1,5 Milliarden Dollar gehen an Global Foundries. Mehr als 37 weitere Milliarden sollen bald zugeteilt werden.

2022 hat das US-Parlament den von der Biden-Regierung vorgeschlagenen "Chips Act" verabschiedet. Insgesamt soll die Halbleiterindustrie mit 52 Milliarden Dollar gefördert und dazu verlockt werden, in den USA zusätzliche Fertigungskapazitäten zu schaffen. 39 Milliarden Dollar sollen in die Subventionierung von konkreten Bauprojekten fliessen.
Nun wurde die erste Tranche davon zugeteilt. Global Foundries soll 1,5 Milliarden Dollar als Zuschuss für den Bau von neuen Fabriken in New York und Vermont erhalten. Wie das 'Wall Street Journal' berichtet, ist zu erwarten, dass in den nächsten Wochen weitere Subventionen gesprochen werden. Unter anderem haben sich Intel, Taiwan Semiconductor Manufacturing, Samsung und Micron um Zuschüsse beworben, um Projekte in Arizona, Texas, New York und Ohio zu fördern.
Die USA knüpfen ihre Förderung aber an Bedingungen, um die Unternehmen davon abzuhalten, die Gelder einzustreichen und dann Projekte abzubrechen. So werden die Summen auf mehrere Tranchen verteilt, die erst im Laufe der Zeit bei der Erreichung gewisser Ziele ausgezahlt werden.
In der EU soll eine ähnliche Summe zur Förderung der Halbleiterherstellung in der Region zusammengekratzt werden. Sowohl die USA als auch die EU werden allerdings in dieser Beziehung vom vergleichsweise winzigen Südkorea weit in den Schatten gestellt.

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