VBS lässt Monitoring-Plattform für den Tech-Markt aufbauen

21. Juli 2022, 08:04
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Angehörige des Kommando Cyber. Foto: VBS/DDPS unter CC BY-NC-ND 3.0 CH.

Die Rahmenverträge sind bis zu 9,6 Millionen Franken schwer. Die üblichen Plattformen seien cloudbasiert und könnten darum ein Sicherheitsproblem darstellen, heisst es vom VBS.

Das Technologiezentrum von Armasuisse baut eine Plattform auf, um den Technologiemarkt zu beobachten sowie Produkte und Anbieter nach Sicherheitskriterien zu beurteilen. Dazu hat die Beschaffungsstelle drei externe Partner auserkoren. In einem offenen Verfahren konnten sich Adnovum, Elca und Softcom gegen drei weitere Anbieter durchsetzen. Sie haben jeweils Rahmenverträge zwischen 7,3 und 9,6 Millionen Franken erhalten, die bis 2027 den Abruf von Leistungen nach Bedarf von Armasuisse ermöglichen.
In die Plattform sollen Daten aus Webseiten, Stellenausschreibungen oder Publikationen der Handelskammer einfliessen, aber auch aus Verträgen, SAP-Datenbanken, Berichten, Kommentaren und Besuchen. Das soll einen Überblick über die Kompetenzen von Tech-Anbietern ermöglichen. Dazu kommen Informationen über Technologien und Forschungseinrichtungen. Alle Metriken sollen als Zeitreihen gespeichert werden und so über Grafiken Trends verdeutlichen.
Die Plattform soll mehreren Nutzern innerhalb des VBS zugänglich sein, heisst es vom Verteidigungsdepartement auf Anfrage. Der Aufbau der Plattform entspreche der Nationalen Cyber Strategie 2018 bis 2022. Die derzeit auf dem Markt verfügbaren Plattformen seien cloudbasiert, was bedeute, dass die jeweiligen Anbieter Abfragen und Analysen kennen könnten. Das könne zu Sicherheitsproblemen führen, so das VBS.
Gesucht wird nun ein Data Scientist, um die unstrukturierten Daten aufzubereiten. Zudem sollen ein Frontend Developer und ein Full Stack Software Engineer diesen mit der Entwicklung der Useroberfläche und der Infrastruktur sowie den nötigen Schnittstellen ergänzen.

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