Veloverleiher Publibike und Intermobility fusionieren

27. Juli 2022, 13:35
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Markus Bacher (l.) wird CEO, François Kuonen CTO des neuen Unternehmens. Foto: Publibike

Aus der ehemaligen Post-Tochter im Mitbesitz von Guido Honegger und dem Velospot-Anbieter wird ein Unternehmen. Auch technologische Neuerungen werden versprochen.

Die Schweizer Bikesharing-Anbieter Publibike und Intermobility werden im August 2022 fusionieren, teilen die beiden Unternehmen mit. Unter dem gemeinsamen Dach werden ab dann die Produkte Publibike und Velospot betrieben. Entstehen soll das "grösste Bike-Sharing-Netz der Schweiz", so die Mitteilung. Publibike betreibt heute 8 Verleihnetze, Velospot 10.
Publibike wurde 2011 von Postauto in Zusammenarbeit mit den SBB und Rent a Bike gegründet, ab 2021 wurde das Unternehmen als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Post betrieben. Der staatsbetriebliche Hintergrund von Publibike sorgte von Anfang an für Misstöne in der Branche. Kritiker befürchteten Wettbewerbsverzerrungen, zu diesen gehörte auch der aktuelle Intermobility-CEO François Kuonen.
Im Januar 2022 verkaufte die Post ihre Tochter an den aktuellen CEO Markus Bacher, den Fahrrad-Produzenten Thomas Binggeli und den IT-Unternehmer Guido Honegger. Für Publibike, so die Post damals, würden aktuell wichtige Entwicklungsschritte und Investitionen im Bereich der Digitalisierung und der Infrastruktur anstehen, um das Unternehmen für die Zukunft zu rüsten.
Laut Mitteilung wird Bacher ab August CEO des neuen Unternehmens, Kuonen wird CTO. Für die über 270'000 bestehende Kundinnen und Kunden würden sich durch die Harmonisierung zahlreiche Vorteile ergeben, heisst es weiter. Zukünftig sei für die mehr als 1500 Ausleihstationen nur noch ein Abo nötig.
Auch im Bereich der Technologie soll eine verstärkte Zusammenarbeit stattfinden. So werde es nur noch ein Veloschloss zum Öffnen der beiden Produkte Publibike und Velospot geben. Diese Neuerung werde schon 2023 auf den Markt kommen, versprechen die Veloverleiher.

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