Zürcher Justizdirektion beschafft IT-Unterstützung

10. Juni 2024 um 09:55
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Illustration: Erstellt durch inside-it.ch mit Midjourney

Die Direktion schliesst mit zahlreichen IT-Dienstleistern Rahmenverträge über mehrere Millionen Franken für Personalressourcen ab.

Die Abteilung Digital Solutions (Digisol) ist der zentrale IKT-Leistungserbringer innerhalb der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich. In einer Ausschreibung hatte die Direktion in acht Losen externe Unterstützung gesucht. Zurzeit würden diese Leistungen nur zum Teil vom kantonalen Grundversorger Amt für Informatik (AFI) bezogen, heisst es in den Unterlagen.
Die 2018 verabschiedete "Strategie für die Planung, die Steuerung und den Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologie" des Zürcher Regierungsrates sieht vor, dass die "standardisierte IKT-Grundversorgung" für die kantonale Verwaltung künftig vom AFI erbracht wird. "Bis zum Abschluss des Transfers der IKT-Grundversorgung in das AFI, befindet sich die Digisol der Direktion JI in einer Übergangsphase", so das Pflichtenheft. "Die intern vorhandenen personellen Ressourcen reichen neben der Sicherstellung des laufenden Betriebs qualitativ und quantitativ nicht aus, diese umfangreichen zusätzlichen, teilweise bereits laufenden oder anstehenden Umsetzungsarbeiten zu leisten." Die Direktion und ihre Ämter seien deshalb auf die Beschaffung externer Personalressourcen angewiesen.
Mit der Beschaffung sollen diese Ressourcenengpässe in der Abteilung Digisol durch den Beizug von spezialisierten Mitarbeitenden kompensiert und die notwendigen Kapazitäten zeitnah sichergestellt werden.
Zuschläge erhalten haben:
  • Los 1: RPA (UiPath) Swisscom, Eraneos, T-Systems Schweiz, BE-terna Automation – die Angebote reichten von 4,88 bis 5'68 Millionen Franken. Anzahl Angebote: 4.
  • Los 2: Business Analyst/in Adesso, Couniq Consulting, Ernst & Young, Detecon – die Angebote reichten von 2,11 bis 2,32 Millionen Franken. Anzahl Angebote: 26.
  • Los 3: Business Architect/in und Enterprise Architect/in Detecon, Ximiq, Ergon Informatik, Aveniq – die Angebote reichten von 3,85 bis 5 Millionen Franken. Anzahl Angebote: 17.
  • Los 4: UX-Spezialisten Ginetta, Zeix, Viu, Umsatz – die Angebote reichten von 847'000 bis 1,08 Millionen Franken. Anzahl Angebote: 14.
  • Los 5: Qualitäts- und Risikomanager/in Adesso, Indema, Linkin, BKI – die Angebote reichten von 998'000 bis 1,15 Millionen Franken. Anzahl Angebote: 11.
  • Los 6: Projektleiter/in Infometis, Securix, CSP, Proact Project Management – die Angebote reichten von 2,32 bis 2,76 Millionen Franken. Anzahl Angebote: 31.
  • Los 7: Jurist/in Probst Partner, Walder Wyss, Schneider Rechtsanwälte, Laux Lawyers – die Angebote reichten von 1,19 bis 1,28 Millionen Franken. Anzahl Angebote: 4.
  • Los 8: Software-Entwickler/in (OneOffixx). Hier erfolgte nur ein Zuschlag an Primesoft für 2,94 Millionen Franken. Es war auch nur ein Angebot eingegangen.
Die Leistungen werden für den Zeitraum von 2024 bis 2029 als Rahmenvertrag vergeben. Pro Los wurden maximal vier Zuschläge erteilt. Die Leistungen können bei den jeweiligen Anbietern in einem Minitender-Verfahren abgerufen werden.
Update 13:10 Uhr: Wir haben die Anzahl eingegangener Angebote korrigiert. Diese Zahl wurde von der Behörde zunächst falsch auf Simap publiziert.

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