Zürcher Teralytics kauft Analysesparte von Bentley Systems

27. Juli 2022, 11:59
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Foto: Ex-Citilabs-CEO Michael Clarke und (rechts) Dave Reed, CEO Teralytics. Foto: Teralytics

Das Startup hat den Mobilitätsdaten-Geschäftsbereich Streetlytics von Bentley Systems übernommen und mit dem Verkäufer zugleich einen neuen Investor an Bord geholt.

Teralytics hat den Streetlytics-Geschäftsbereich für Mobilitätsdaten vom amerikanischen Software-Anbieter für Infrastrukturentwicklung Bentley Systems übernommen. Wie es in einer Mitteilung des Zürcher Startups heisst, ist Bentley zugleich als Investor bei Teralytics eingestiegen und "wird Mitglied des Unternehmensvorstandes". Wie hoch der Preis für den Zukauf war und wie viel Geld die neue Finanzierungsrunde eingebracht hat, wird nicht konkretisiert. Hingewiesen wird aber darauf, dass auch bisherige Investoren an dieser Runde beteiligt waren. Die Zürcher hatten unter anderem 2019 von Robert Bosch Venture Capital und 4 weiteren Investoren 17,5 Millionen Dollar erhalten.
Nun heisst es zu der Akquisition, dass durch die Kombination der Fähigkeiten, Technologien und Erfahrungen von Teralytics und Streetlytics "ein globales Kraftwerk für Mobilitätseinblicke" entstehe. In der heutigen Welt würde dies dringend benötigt, "um Bewegungen besser modellieren, vorhersagen und analysieren zu können".
Hinter Streetlytics steht das 2019 von Bentley übernommene Unternehmen Citilabs. Mit dem jetzigen Zukauf wechselt auch der einstige Citilabs-CEO Michael Clarke zu den Zürchern. Mit seinem Team aus Experten für Mobilitätsdatenanalyse soll er die vorhandenen Fähigkeiten des Startups "stärken und die Präsenz auf dem nordamerikanischen Markt ausbauen". Clarke wird als Branchenveteran vorgestellt, der die neu geschaffene Stelle eines Präsidenten übernehmen und direkt dem Teralytics-CEO, David Reed, unterstellt sein werde.
Weiter heisst es in der Mitteilung, Bentley sei bei den Schweizer Mobilitätsdatenanalysten eingestiegen, um deren Datendienste für seine eigenen Mobilitätssimulationslösungen zu nutzen. Reed hingegen meint, "unsere wirklich globale, unabhängige Analyseplattform" könne der Kundschaft in diversen Branchen noch bessere Unterstützung liefern. Ausserdem wolle man von der globalen Reichweite von Bentley profitieren, die neue Möglichkeiten eröffne.

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