Zürich steckt zusätzliche 20 Millionen Franken in Digitali­sierung

1. November 2022, 10:53
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Foto: Henrique Ferreira / Unsplash

Der Kanton will seine Transformation vorantreiben und erhöht das Budget zur Umsetzung der Strategie Digitale Verwaltung um jährlich 20 Millionen Franken.

Der Zürcher Regierungsrat will die organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen schaffen, um die mit dem digitalen Wandel ver­bun­den­en Anforderungen an die Verwaltung zu bewältigen. Wie er in einer Mitteilung erklärt, werden die jährlichen Mittel für die digitale Transformation ab 2023 um 20 Millionen Franken erhöht.

"Digital first" nach aussen, "digital only" nach innen

Ziel sei es, dass sowohl Einwohnerinnen und Einwohner als auch Unternehmen digitale Services des Kantons nutzen können. Im Vordergrund würden dabei die Ansprüche der Kundinnen und Kunden stehen, schreibt der Kanton. Ausserdem sollen die Direktionen und Ämter ihre Leistungen möglichst abgestimmt und harmonisiert digital anbieten können.
Nach aussen solle konsequent "digital first" und nach innen "digital only" gelten, heisst es vom Zürcher Regierungsrat weiter. Dazu brauche es in der kantonalen Verwaltung eine gemeinsame Sicht auf das Nötige und Mögliche. Es gelte sowohl den dezentralen Vorhaben in den Direktionen und der Staatskanzlei Rechnung zu tragen, als auch eine übergreifende und abgestimmte Entwicklung der digitalen Transformation zu fördern.
Die Umsetzung der Strategie erfolgt laut einer Mitteilung mittels strategischer Initiativen. Diese Vorhaben sollen Querschnittcharakter haben und deren Umsetzung eine gewisse Hebelwirkung. Eine dieser Initiativen dreht sich um das Thema Daten. Ziel sei, dass die Verwaltung Behördendaten als "strategische Ressource für die interne und externe Leistungserbringung" nutze, wie es von der Regierung heisst.
Eine andere Initiative dreht sich um E-Gov-Services, die für Einwohnerinnen und Einwohner sowie Unternehmen erbracht werden.

Erhöhter Personalbedarf

Für die Umsetzung der strategischen Initiativen braucht es gemäss der Regierung mehr Ressourcen. Demnach werden für die strategischen Initiativen 42 Stellen benötigt, die sich über die verschiedenen Direktionen und die Staatskanzlei verteilen. Für die Vorhaben der Direktionen sind gut 50 Stellen vorgesehen.

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