Meta stellt neues VR-Headset und Kooperation mit Microsoft vor

12. Oktober 2022 um 12:15
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Metas Quest Pro im Einsatz. Foto: Meta

Das neue Gerät soll auch für Businessanwendungen genutzt werden und Microsoft-Anwendungen einbinden können.

An seiner jährlichen Connect-Konferenz hat der Facebook-Mutterkonzern Meta ein neues Virtual- und Mixed-Reality-Headset mit dem Namen Quest Pro vorgestellt. Das Produkt soll ab dem 25. Oktober zu einem Preis von 1500 US-Dollar im Handel verfügbar sein und insbesondere die Interaktion mit virtuellen Kreationen ermöglichen. Die Markteinführung sei ein wichtiger Schritt, sagte CEO Mark Zuckerberg, der bereits mehrere Milliarden in die immersive Welt investiert hat.
In seiner Rede sagte der Meta-CEO, der teilweise per Video und als Avatar aufgetreten ist, dass er davon ausgehe, dass die Verschmelzung der physischen und der digitalen Welt ganz neue Anwendungsmöglichkeiten für die Datenverarbeitung hervorbringen werden. "Es werden völlig neue Kategorien von Dingen gebaut werden", sagte er.
Gegenüber dem Vorgänger besitzt das neue Headset nach aussen gerichtete Kameras, die die physische Umgebung des Trägers aufzeichnen und so Mixed-Reality-Neuheiten ermöglichen sollen. Dazu ist Quest Pro leichter und schlanker als das Vorgängermodell. Das neue Headset kommt ausserdem mit Tracking-Sensoren, die die Augenbewegungen und den Gesichtsausdruck des Benutzers nachahmen können. So soll das Gefühl vermittelt werden, dass man mit einem Avatar direkten Augenkontakt aufnehmen kann.

Kooperation mit Microsoft

Beworben wird das neue Produkt als Möglichkeit zur Steigerung der Produktivität. Insbesondere auf Designer, Architekten und andere Kreativprofis hat es der Konzern gemäss eigenen Angaben abgesehen. Diese sollen künftig nicht nur die Meta-eigenen Horizon Social- und Workspace-Plattformen, sondern auch virtuelle Versionen von Microsoft nutzen können. Unter anderem sollen Arbeitsprodukte wie Word, Outlook oder Teams über das Headset zugänglich gemacht werden. Verkündet wurde die Partnerschaft von Microsoft-CEO Satya Nadella gemeinsam mit Mark Zuckerberg.
Gegenüber 'Reuters' sagte ein Risikokapitalgeber, dass er solche Partnerschaften für wichtig halte, weil dadurch die Interoperabilität gefördert werde. "Es gibt viel Skepsis auf dem Markt, ob ein interoperables und offenes Metaverse überhaupt möglich, geschweige denn wahrscheinlich ist", sagte er und merkte an, dass Microsoft und Meta mit mehreren Produkten im Bereich der virtuellen Realität konkurrieren.
Zuerst soll Quest Pro im Privatkundenbereich verkauft werden. Erst im nächsten Jahr sollen dann neue Funktionen auf Unternehmensebene wie Mobile Device Management, Authentifizierung und Premium-Support-Services hinzugefügt werden, so die Verantwortlichen an der Konferenz.

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