Der erste grosse Deal zwischen OpenAI und einem Inhalteanbieter ist in trockenen Tüchern. Der ChatGPT-Erfinder bezahlt fortan die US-Nachrichtenagentur 'Associated Press' ('AP') und darf dafür einen Teil aus deren Archiv nutzen, um die eigenen Algorithmen zu trainieren. Das berichtet die '
Washington Post'.
Die Vereinbarung sehe vor, dass "OpenAI einen Teil des Textarchivs von 'AP' lizenziert, während 'AP' die Technologie- und Produktkompetenz von OpenAI nutzen wird", teilt die Nachrichtenagentur mit. Die Zusammenarbeit baue auf den fast zehnjährigen Bemühungen auf, Journalismus durch Automatisierung effizienter zu machen. Generative KI werde in den eigenen Nachrichten jedoch nicht angewandt, versichert 'AP'.
Es könnte sein, dass weitere, vergleichbare Deals folgen. Für das Training von älteren KI-Modellen von OpenAI war die Nachrichtenwebsite von 'AP' nicht besonders relevant. Wie die '
Washington Post' berichtet, rangierte diese auf Platz 68 der am häufigsten zitierten Websites. Die am häufigsten genutzten waren der Analyse zufolge patents.google.com, Wikipedia und Scribd.
Die Debatte, ob Technologieunternehmen und Plattformbetreiber Medien beziehungsweise Inhalteanbieter generell für die Nutzung deren Inhalte bezahlen müssen, ist indes nicht neu. Unter dem Stichwort Leistungsschutzrecht ist in der Schweiz ein Gesetz geplant, dass Schweizer Medien künftig Geld von Internetkonzernen und Plattformen wie Linkedin, Xing oder Tiktok erhalten sollen. Die Meinungen zur Sinnhaftigkeit dieses Vorhabens
gehen teils weit auseinander.