80% der Schweizer Bevölkerung nutzen E-Banking

7. Dezember 2023 um 10:02
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Das Bundesamt für Statistik hat die Internetnutzung in der Schweiz untersucht. Über 600'000 Personen sind nicht fähig, Fake-News zu identifizieren.

92% der Schweizer Bevölkerung nutzen das Internet täglich oder fast täglich. Am meisten kommt dabei ein Smartphone zum Einsatz, dahinter folgen Laptop, Desktop-PC und schliesslich Tablet. Dies geht aus einer Befragung des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor.
Über ein Drittel, nämlich 37% verbinden sich mittlerweile auch über andere vernetzte Geräte wie Smart TV, Gamingkonsole, E-Reader oder Smart Watch mit dem Internet. Es ist eine Zunahme von 4 Prozentpunkten gegenüber 2021. Damals hatte das BFS die letzte Erhebung zum Thema durchgeführt.
An 4. Stelle der beliebtesten Internet-Aktivitäten findet sich das E-Banking. 80% der Schweizer Bevölkerung nutzen das Angebot. Noch populärer ist der Online-Austausch mit Behörden, den 82% pflegen. Top sind wenig überraschend nach wie vor E-Mails und Messaging.

Schweiz anfällig auf Hassrede und Desinformation

Das BFS wollte sich auch über den Stand der Desinformation und Hassrede im Netz informieren. Laut dem Bundesamt waren mehr als 60% der 15- bis 29-Jährigen mit Hassreden im Internet konfrontiert. Die Hälfte aller Befragten habe in den letzten 3 Monaten vor der Befragung auf Informationsseiten oder sozialen Medien falsche oder fragwürdige Inhalte gesehen, teilt das BFS mit. Das ist ein Anstieg von 6 Prozentpunkten seit 2021.
Die Hälfte der Menschen, die einen solchen Inhalt entdeckten, hätten angegeben, den Wahrheitsgehalt oder die Quelle zu überprüfen. 17% hätten erklärt, über mangelnde Kompetenzen oder Kenntnisse dafür zu verfügen, hiess es weiter. Das sind schweizweit laut BFS über 600'000 Menschen.
Mehr als ein Drittel der Befragten habe angegeben, im Internet auf feindselige oder abwertende Botschaften gegenüber bestimmten Gruppen oder Menschen gestossen zu sein. Bei Nutzenden von sozialen Medien sei es knapp die Hälfte, ergab die Untersuchung. Merkmale der betroffenen Menschen sind politische oder gesellschaftliche Meinungen, Herkunft oder Religion
Das BFS schliesst, dass die Kombination von weit verbreiteter Nutzung und mangelndem Know-how die Schweizer Bevölkerung anfälliger mache für Desinformation und Hetze.
Alle zwei Jahre erhebt das Bundesamt die Internetnutzung von Menschen zwischen 15 und 88 Jahren in 3000 Haushalten. Die neuste Befragungen fanden von April bis Juli 2023 statt.
Mit Material von Keystone-sda

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